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Klassizismus als Pate

Im Westend ist ein Gebäude mit vielen Zitaten aus vergangenen Zeiten entstanden

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Man braucht nicht immer ein großes Grundstück, um architektonische Besonderheiten zu schaffen. Manchmal reicht dafür auch eine Baulücke aus. Ein Beispiel hierfür ist das Anfang 2014 fertig gestellte Mehrfamilienhaus im Frankfurter Westend. Auf der Myliusstraße 11 planten und realisierten die Architekten Landes & Partner gemeinsam mit dem Bauherrn Hagen Ihlefeld das ansprechende Gebäude, das fünf Geschosse umfasst und Platz für acht Wohnparteien bietet. Insgesamt sind 1.200 m² Wohnfläche, acht PKW-Stellplätze in der Garage im Erdgeschoss sowie ein Dachgarten entstanden, der sich in nicht einsehbarer Höhe auf dem Mansarddach befindet und einen Rundumblick auf die Stadt ermöglicht.

Ein besonderer Hingucker ist die sechs Meter hohe Holz-Eingangstüre, die – fast schon ein Portal – an den Klassizismus und die Gründerzeit erinnert. Auch das Mansarddach, die bodentiefen französischen Holzfenster und eine fein gegliederte Natursteinfassade mit zwei schlanken Erkern sind Zitate aus der Gründerzeit im Westend. Die von der Straße abgewandte Seite besitzt dank großzügiger Balkone und einem gläsernen Erker mediterranen Charakter. Im Inneren erwartet die Bewohner und Besucher ein natursteinbekleidetes Treppenhaus, über das die einzelnen 125 bis 250 m² großen Wohnungen erreichbar sind. Hinter den Eingangstüren der Wohnungen, die ebenfalls aus Holz sind, erstreckt sich zunächst eine große Diele, von der aus man in die großzügigen Zimmer gelangt. „Wir haben alle Wohnungen von beiden Seiten als durchgesteckte Wohnungen organisiert, so dass sie luft- und lichtdurchflutet sind“, erklärt Farid Schroeter, der das Bauvorhaben als leitender Architekt betreut hat. Zudem sind in allen Wohneinheiten Tageslichtbäder zu finden, während einige zudem mit einem offenen Kamin ausgestattet sind.

Insgesamt ist ein Gebäude entstanden, das – entsprechend der Philosophie des beauftragten Architekturbüros – mit seiner Umgebung kommuniziert. Neben den französischen Fenstern und dem portalartigen Hauseingang, tragen dazu auch die eleganten Briefkästen und Klingelanlagen sowie die sorgfältig ausgesuchten Materialien bei. „In unserem Fall stand der Klassizismus Pate – die Epoche, in der Frankfurt zweifellos am schönsten war“, schwärmt Michael A. Landes.

www.landes-partner.de

Architekten: Michael A. Landes Architekt BDA www.landes-partner.de Fotos: Marcus Bredt... mehr

Architekten:

Michael A. Landes Architekt BDA
www.landes-partner.de

Fotos:

Marcus Bredt
www.marcusbredt.de