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Eine Kirche für die Jugend

Spannende Veranstaltungen in der Peterskirche

Inmitten der Frankfurter Innenstadt befindet sich die evangelische Peterskirche, die im Stil der... mehr
Inmitten der Frankfurter Innenstadt befindet sich die evangelische Peterskirche, die im Stil der Neurenaissance erbaut wurde. Selbstbewusst positioniert sie sich als Gebäude aus einer anderen Zeit, das auch nach seinem Wiederaufbau in den 60er-Jahren nichts von seiner Ausstrahlungskraft verloren hat. Auch wenn bis auf die farbigen Glasfenster des Malers Charles Crodel nur noch wenig an die Geschichte des Gebäudes erinnert, das 2007 zur Jugend-Kultur-Kirche umgebaut wurde und seitdem als evangelisches Veranstaltungszentrum Platz für Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren bietet. Leitidee des Umbaus war es, die ursprünglich typologisch richtige Grundstruktur herauszuarbeiten und zu zelebrieren. Die Sankt Peterskirche ist – wie alle Kirchen aus dieser Zeit – lang, schmal und hoch erbaut worden. Ursprünglich besaß sie ein Haupt- und ein Seitenschiff. Dies wurde allerdings im ersten Umbau, der 1960 erfolgte, negiert. Stattdessen wurde eine neue Raumanordnung in das Gebäude gezwängt. Diese Veränderung haben die Architekten beim letzten Umbau wieder rückgängig gemacht. Heute erfolgt die Trennung zwischen Haupt- und Seitenschiff durch eine 400 m2 große profillose Glaswand, die ein zentrales Element in der heutigen Sankt Peterskirche ist.

Eine weitere Neuerung sind die vier lebensgroßen Figuren, die ebenfalls im Mai rund um die Jugendkulturkirche Sankt Peter aufgestellt wurden und als Wegweiser in das Gebäude der Kirche hineinführen. Ihrer richtungsweisenden Funktion werden sie auch im Internet gerecht. Insgesamt sind acht Figuren in unterschiedlichen Positionen entwickelt worden, wobei ihre Namen auch ihre Körperhaltung widerspiegeln. So gibt es neben dem dynamischen „Breakdancer“, auch eine „Tänzerin“, einen „Moonwalker“ sowie eine weibliche zeigende Figur, einen Mann an der Bar, den Handstand, eine Figur mit Bauchladen und eine Figur mit dem Namen „Crazy bound“, der die Haltung eines Springenden wiedergibt. Während die ersten vier Figuren bereits ihren Platz in der Jugend-Kultur-Kirche gefunden haben, wurden zwei weitere schon produziert. Noch im Laufe dieses Jahres sollen sie ebenfalls an einem geeigneten Platz im Umfeld um die Kirche herum aufgestellt werden. „Die Figuren sind sehr schwer, da sie aus Eisen angefertigt sind. Das Material rostet mit der Zeit, so dass die Figuren nach und nach einen rötlich-braunen Ton annehmen und sich damit der Farbe der Kirche anpassen“, erklärt Pfarrer Klein.

Die Idee zu den Figuren ist eine Gemeinschaftsproduktion vom Architekten Claus Staniek vom Darmstädter Büro es+, von Thorsten Garsten von der Agentur Garsten Young für Kinder- und Jugendmarketing sowie von Pfarrer Eberhard Klein, Geschäftsführer von Sankt Peter. „Uns war es wichtig etwas zu finden, das jugendgerecht, aber gleichzeitig auch keine Werbung ist“, schildert Pfarrer Klein. Vor diesem Hintergrund ist nach und nach die Idee zu den Figuren entstanden. „Ebenso wie die Figuren eine Bewegung darstellen, so sind auch die Teilnehmer, die bei unseren Angeboten mitmachen, in Bewegung“, erklärt der Pfarrer.


Unter dem Motto „Building the future“ fand 2012 das dritte Architekturgespräch der Albrecht Jung GmbH & Co. KG statt, wobei diesmal vor allem die „jungen“ Planer im Fokus standen.
Passend zum Thema war mit der Jugend-Kultur-Kirche St. Peter, die in 2002 zu einem multifunktionalen Veranstaltungsraum umgebaut worden war, der richtige Ort gewählt. Rund 190 Architekten waren der Einladung von Jung gefolgt, um sich über aktuelle Werkberichte zu informieren, Tipps für die eigene Berufspraxis zu erhalten und über die Baukultur in Deutschland und weltweit zu diskutieren. Einleitend erklärte der verantwortliche Key-Account-Manager, Michael Schuster: „Jung wird in der dritten Generation als Familienunternehmen geführt. Uns ist seit inzwischen 100 Jahren wichtig, Ihnen auf verschiedensten Ebenen zeitgemäße und hochwertige Produkte anbieten zu können.“ Nach einer anregenden Podiumsdiskussion und zahlreichen Vorträgen wurden die Themen anschließend im Bewirtungsbereich von Sankt Peter vertieft diskutiert. Einheitliche Meinung der Teilnehmer war: „Mit dieser Fachveranstaltung hat Jung ein für uns wichtiges Thema aufgegriffen. Wir bekamen viele Anregungen für unsere eigene Arbeit. Besonders positiv fanden wir, dass Jung offene und hochkarätige Podiumsteilnehmer gewann und keinen Werbeevent ausrichtete.“ Für die Praxis und ihre integralen Planungen wird auch der persönliche Austausch von Herstellern und Planern immer wichtiger. In diesem Sinne finden die nächsten Jung Architekturgespräche in Düsseldorf und Berlin statt.

www.jung.de
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Architekten

Eisele Staniek architekten+ingenieure
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jugend-kultur-kirche sankt peter gGmbH
www.sanktpeter.com Eisele Staniek architekten+ingenieure
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