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Vom Gemeinde- zum Quartierhaus

Ein Gemeindezentrum erfindet sich durch An- und Umbau neu

Das Gemeindezentrum der evangelischen Gemeinde Dönberg im Norden Wuppertals wies schon lange... mehr

Das Gemeindezentrum der evangelischen Gemeinde Dönberg im Norden Wuppertals wies schon lange einen Sanierungsstau auf – neben veralteten Anlagen und unzureichenden Fluchtwegen fehlte es dabei vor allem auch an einer barrierefreien Zugänglichkeit und behindertengerechten Nutzung. Zugleich waren die Räumlichkeiten zu klein und zu knapp bemessen für das aktive vielfältige Gemeindeleben. Das Wuppertaler Architekturbüro insa4 rosenkaymer architekten wurde mit der umfänglichen Sanierung des 1964 erbauten Gebäudes und mit seiner Erweiterung beauftragt. Im Dialog mit dem Bestand entstand ein neues Quartierhaus, das allen Bewohner:innen des Stadtteils ungeachtet ihrer Konfession, Herkunft und Hautfarbe als vielfältig nutzbarer Raum für Begegnungsmöglichkeiten offen steht.

Das Quartierhaus befindet sich an der Höhenstraße direkt gegenüber dem zentralen Zugang der Saalkirche, die aus der Mitte des 19. Jahrhunderts stammt und bis heute den Ortskern von Dönberg als Dorfmitte prägt. Der Backsteinbau aus den 1960er-Jahren setzt sich aus zwei eingeschossigen Baukörpern zusammen: Ein kurzes, breit gelagertes Gebäude wird durch einen schmaleren, langgestreckten Riegelbau flankiert, der gegenüber der Kirche eine teilweise überdachte Hofsituation entstehen ließ. Der Rückbau der Überdachung machte den Raum frei für den neuen 120 m² großen Anbau: Die Pfostenriegelkonstruktion, die von einem Pultdach bekrönt wird, umfasst dabei einen neuen barrierefreien Versammlungssaal mit einem flexibel separierbaren Eingangsbereich. Großzügige Glasfronten bestimmen die Wirkung des Raumes, der sich zum Kirchplatz schwellenfrei öffnen lässt. An der straßenseitigen Gebäudeseite und auch dachseits tritt der Anbau durch seine Außenhaut mit Cortenstahl-Fassadentafeln besonders hervor: Unregelmäßig eingeschnittene Perforierungen erzeugen dabei vor allem abends ein einladendes filigranes Fassadenspiel zur Straße. Der wetterfeste Stahl lässt den Anbau zudem besonders gut mit der Farbtemperatur der vorhandenen Klinkerfassade harmonieren, hebt ihn aber auch klar vom Bestand ab. Im Zuge der Bauarbeiten wurde auch der Altbau einer Sanierung unterzogen: Fluchtwege und Brandschutz wurden erneuert, die Räumlichkeiten der Bibliothek erweitert, Sanitäranlagen saniert und um eine Behindertentoilette ergänzt. Das Gebäude wurde zudem energetisch optimiert, indem es eine Hybridheizung mit Luftwärmepumpe erhielt.   

www.architektur-insa4.de

Fotos:

Uwe Stratmann
www.uwestratmann.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|22)

Architekten: insa4 www.insa4.de Elektro: Bahrmann & Schöpp Elektrotechnik... mehr
Architekten:

insa4
www.insa4.de

Elektro:

Bahrmann & Schöpp Elektrotechnik
www.bahrmann-schoepp.de

Außenanlagen:

Gärten von Eckhardt
www.gaerten-von-eckhardt.de

Heizung, Lüftung, Sanitär:

Jürgen Hebbecker
www.hebbecker.de

Dachdeckerei:

Goldmund Bedachungen
www.goldmund-bedachungen.de

Fassade:

Middeldorf & Söhne
www.middeldorf-soehne.de

Stahlbauarbeiten:

WST
www.w-s-t-gmbh.de

Holzbauarbeiten:

Holzbau Wilhelm Risse
www.holzbau-risse.de

Akustik:

Schallmeister
www.schallmeister.de

Treppenlift:

Sanimed
www.sanimed.de

Waschtische:

Schlechter & Co
www.schlechter.com

Fliesen:

Villeroy und Boch
www.villeroy-boch.de