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Spannendes Spiel mit den Ebenen

Ein archetypisches Haus

Aus einem Zusammenschluss junger Kölner Architekten gründeten Prof. Johannes Kister und Reinhard... mehr

Aus einem Zusammenschluss junger Kölner Architekten gründeten Prof. Johannes Kister und Reinhard Scheithauer 1992 das Büro kister scheithauer & Partner, das seit 1997 von Prof. Susanne Gross unterstützt und seitdem unter dem Namen kister scheithauer gross geführt wird. Weitere Geschäftsführer sind seit 2008 Steffen Kühn und Eric Mertens. kister scheithauer gross architekten und stadtplaner stehen für den intensiven Dialog von Ort und Typologie. Aus diesem übergeordneten Kontext entwickeln die Architekten aus abstrakten Visionen konkrete Bauskulpturen, deren Zeichenhaftigkeit Ort und Typus prägt.

Ein Beispiel dafür ist das private Wohnhaus im Düsseldorfer Stadtteil Stockum. Bauherr des Objekts war der Bruder von Johannes Kister. „Da lag es nahe, dass wir zusammen an diesem Projekt gearbeitet haben“, erzählt der Gesellschafter des Architekturbüros. Gebaut werden sollte ein ganz „normales“ Haus, das durch einen einfachen Kick eine besondere Identität und große räumliche Ausstrahlung gewinnt. Dabei hatten die Bauherrn zwar konkrete Wünsche, waren aber dennoch offen, diese mit der Struktur des Hauses harmonisch in Einklang zu bringen. Zudem galt es sich an die Gestaltungssatzung für den Stadtteil Stockum zu halten, die einen weißen Baukörper mit Satteldach und einer Firsthöhe von 10 Metern vorschreibt. Ein archetypisches Haus. Der Entwurf transformiert mittels einer horizontalen Verschiebung der Geschossebenen dieses Bild. Gleichzeitig wird der Baukörper in die Topographie eingesenkt, wodurch ein Eingangshof sowie ein Gartenzimmer vor der Elternschlafebene im Souterrain entstanden sind. Eine weitere Besonderheit ist die dem Wohnraum vorgelagerte Terrasse aus gleichem Holz, die an das Deck einer an Land liegenden Jacht erinnert. Nicht zuletzt trägt dazu auch der besondere 180-Grad-Blick in den Garten bei.
Die Verschiebung generiert nicht nur eine neue und eigenwillige Plastizität, sondern kann eine großzügige Wohnebene mit einer überdachten Terrasse schaffen. Der Vorratsraum der Küche und die Bibliothek überkragen den tiefer gelegten Eingang und gewährleisten einen überdachten Zugangshof. Räumlich präzise Übergangszonen von innen nach außen entstehen und verzahnen Garten und Haus miteinander. Innerhalb der Spielregeln der Gestaltungssatzung entsteht eine neue Typologie und zeigt auf, wie die Bauformen der Umgebung fortgeschrieben werden können.
Bei der Wahl der Materialien wurde Wert auf Einfachheit und Homogenität gelegt. Sowohl im Innen- als auch im Außenbereich befindet sich Putz an den Wänden, der geschliffen ist und so eine spezielle Plastizität entstehen lässt.
Wie ein Spiel aus Bauklötzen ist das Obergeschoss gegenüber dem Erdgeschoss und dem Dach leicht versetzt, wodurch ungewöhnliche Innen- und Außenräume entstanden sind. Der abgesenkte Hof referiert den chinesischen Ursprung der Hausherrin – ebenso wie das Feng Shui des Hauses sowie einige Details. Zu den besonderen Innenausbauten gehören ein privater Wellnessroom sowie ein lichtdurchflutetes Tanzstudio mit großem Spiegel und Ballettstange.

Neben dem Bau von Privathäusern umfasst das Spektrum des Architektenbüros auch die Planung und Realisierung von Hochbauten, das Entwickeln städtebaulicher Konzepte sowie das Erstellen von Gutachten. Als verantwortlicher Generalplaner wie auch als klassischer Architekt in allen Leis­tungsphasen ist das Büro kister scheithauer gross mit Standorten in Köln und Leipzig seit nahezu 20 Jahren im In- und Ausland tätig.

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Christian Richters
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