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Schwarze Zurückhaltung

Durch seine konsequente Reduktion fällt ein Einfamilienhaus aus Holz besonders ins Auge

Es muss nicht immer alles „Bauhaus-Weiß“ sein – warum kann nicht auch einmal ein Haus ganz in... mehr

Es muss nicht immer alles „Bauhaus-Weiß“ sein – warum kann nicht auch einmal ein Haus ganz in Schwarz gehalten sein? Die vierköpfige Bauherrenfamilie wünschte sich etwas Außergewöhnliches für ihr Haus in einem gewachsenen Siedlungsgebiet in der Umgebung von Düsseldorf. Außerdem wollte man ein offenes Wohnkonzept, das Architektur und Innenarchitektur zu einem stimmigen Gesamtbild miteinander kombiniert. Das beauftragte Architekturbüro aprikari aus Viersen entwickelte ein abstraktes Satteldachhaus, das durch seine nachhaltige Holzbauweise und die reduzierte minimalistische Architektursprache besonders überzeugt.

In der Siedlung gab es keinerlei Vorgaben hinsichtlich der Bebauung – lediglich eine Trauf- und Firsthöhenbeschränkung war vorgegeben. Um dennoch eine überdurchschnittlich lichte Raumhöhe von 2,80 m zu erreichen, wurde das Gebäude etwas unter Straßenniveau gesetzt. Durch eine geschickte Modellierung im Vorgartenbereich konnte dieser Niveauunterschied problemlos ausgeglichen werden. Die präzise genagelte Lattenfassade aus sandgestrahltem Lärchenholz ist das besondere Merkmal des Hauses: Ohne Dachüberstande, mit innenliegenden Entwässerungen und einem Schwarzton, der Dach und Fassade optisch miteinander verbindet, wirkt das Haus wie aus einem Guss gefertigt. Akzente in der Fassade setzen der in den Baukörper eingeschnittene Hauseingang sowie zwei schmale Fensteröffnungen – ansonsten öffnet sich das Gebäude erst zu seiner der Straße abgewandten Gartenseite. Der gesamte Innenbereich im Erdgeschoss wurde großzügig und offen gestaltet. Während der Boden als grauer Sicht­estrich ausgeführt wurde, entschied man sich bei der Decke für eine Sichtholzoptik. Die Tragstruktur, aber auch einzelne Wände und individuell auf Maß gefertigte Möbeleinbauten wurden ebenfalls in Schwarz gehalten, auch um eine Verbindung zur Außengestaltung herzustellen. Energetisch muss sich das Haus dagegen hinter keiner schwarzen Fassade verstecken: Ein Erdwärmekonzept mit Fußbodenheizung und einer zentralen Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sorgen für Energieeffizienz und Komfort. Dank der konsequenten Holzbauweise konnte das Haus nach einer kurzen Planungsphase innerhalb von acht Monaten komplett ausgeführt werden.

www.aprikari.de

Architekten: aprikari www.aprikari.de Zimmerei: Rings & Helmig – Zimmerei und... mehr

Architekten:

aprikari
www.aprikari.de

Zimmerei:

Rings & Helmig – Zimmerei und Holzbau
www.rings-helmig.de

Dachdecker:

Theo Hofer Dachdeckermeister
www.hofer-dachdeckermeister.de

Energiespartechnik:

Lewerenz Energiespartechnik
www.lewerenz.de

Fotos:

David Justen