Architektur
Artikel
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Themen
Interior
Artikel
Themen
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Garten
Artikel
Themen
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen
Spezial
Artikel
Kategorie
Sie können noch Themenbereiche dazu wählen

Neue Klassen- und Freiräume

Das Städtische Gymnasium Gerresheim hat einen Erweiterungsbau bekommen

Schon seit einigen Jahren wird am Städtischen Gymnasium Gerresheim ein fünfzügiger Unterricht... mehr

Schon seit einigen Jahren wird am Städtischen Gymnasium Gerresheim ein fünfzügiger Unterricht aufgebaut – wobei der Lehrbetrieb lange auch in provisorischen Container-Unterrichtsräumen stattfand. Seit dem Sommer dieses Jahres ist das Geschichte: Ein Erweiterungsbau mit rund 2.200 m² Unterrichts-, Verwaltungs- und Nebenräumen sowie einer neuen Mensa löst die Raumprobleme des Ganztagsgymnasiums, ohne die großzügigen Außenflächen des Schulhofes anzutasten.

Der Gebäudebestand des Städtischen Gymnasiums am Poth wurde 1957 nach Plänen des Düsseldorfer Architekten Hans Junghanns errichtet. Zusammen mit dem Bau der Rolandschule in Golzheim von Paul Schneider-Esleben zählt er mit zu den ersten in ihrer Konzeption und Gestalt modernen Schulbauten Düsseldorfs nach dem Zweiten Weltkrieg. Der von RKW Architekur+ geplante und realisierte Erweiterungsbau führt die vierteilige Flügelanlage der Klassenräume, die mit einem Aulagebäude verbunden sind, weiter fort: Dem zur Straße Am Poth hin orientierten Hauptflügel wird ein ebenfalls dreigeschossiger Baukörper angegliedert, der – wie der Bestand – mit einer verputzten, ebenfalls knallrot gestrichenen Lochfassade artikuliert wird. Verbunden werden die beiden historischen Schichten des Gebäudes über eine volltransparente Fuge, die die Eigenständigkeit der Baukörper betont. Diese bildet in ihrer Transparenz zugleich auch den neuen Haupteingang der Schule aus. An dieses Entree gliedert sich direkt ein neuer, die beiden Hauptflügel miteinander verknüpfender Verbindungsflügel an, der im Erdgeschoss eine Mensa aufnimmt. Ebenfalls transparent ausgebildet, bildet er zugleich das Scharnier zwischen dem introvertierten Pausenhof des Bestandes und einem neu entstandenen Vorhof. In den beiden Obergeschossen des Erweiterungsbaus und im Erdgeschoss sind jeweils fünf Klassenräume entstanden. Das Untergeschoss beherbergt die Ganztagsflächen sowie die beiden Musikräume mit den dazugehörenden Nebenflächen. Durch einen Aufzug werden neben den neuen Klassenräumen auch alle Flächen des Bestandsgebäudes erstmals barrierefrei erschlossen. Ganz oben auf der Prioritätsliste der Erweiterung stand das Ziel, nicht nur die quantitativen Raumanforderungen zu erfüllen, sondern auch Räume zu schaffen, die im Schulalltag belebt und angeeignet werden. Insbesondere die Mensa wurde daher nicht als reiner Speisesaal geplant: Einzelbereiche können abgetrennt und als Aufenthalts- oder Unterrichtsraum genutzt werden. Aber auch die Möblierung in den öffentlichen Bereichen schafft Freiräume, die von den Schülern flexibel genutzt werden können.

www.rkw.plus

Fotos:

Michael Reisch
michaelreisch.net

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 04|19)

NEUES AUS DEN
CUBE-REGIONEN
Wir informieren Sie regelmäßig über interessante Projekte aus neun Metropolregionen
(Sie bekommen eine E-Mail mit einem Bestätigungslink)