Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Naturlust am Rhein

Ein Hausgarten in Wittlaer verbindet Garten und Landschaft zu einer harmonischen Einheit

Auch bei einem Garten braucht es nicht immer großer formaler Gesten. Manchmal ist schon an einem... mehr

Auch bei einem Garten braucht es nicht immer großer formaler Gesten. Manchmal ist schon an einem Ort so viel angelegt, dass allein eine zurückhaltende Natürlichkeit zum Leitmotiv der Gestaltung werden sollte. So liegen die Dinge auch bei dem pittoresken Hausgarten, den 3PLUS Freiraumplaner aus Aachen für einen Neubau in direkter Rheinlage in Wittlaer entworfen haben. Das zweigeschossige Einfamilienhaus, das nach Plänen von DDJ Architekten etwa 8 m oberhalb des Ufers errichtet wurde, ist allseitig großflächig verglast, um eine intensive Beziehung von innen nach außen zu ermöglichen.

So bietet sich vom Grundstück aus nicht nur ein schöner, unverbauter Blick auf den Rhein selbst, sondern auch auf die gegenüber liegenden Rheinauen mit ihrem natürlichen Bestand an Kopfweiden. Um diesen Übergang so fließend wie möglich zu gestalten, steht das Gebäude auf einem großflächigen Teppich aus großformatigen Grauwackeplatten, die sich von den Innenräumen in den Garten nahtlos fortsetzen. Buchenhecken und bandartige Pflanzungen mit Bambus reduzieren zugleich die Einsichten von außen. Eine wind- und sichtgeschützte Frühstücksterrasse wird so nach Osten möglich. Der großzügigen, aus dem Wohn- und Esszimmer sich heraus entwickelnden Süd-West-Terrasse ist eine weitgehend ebene Pflanzfläche mit einer Mischung aus Stauden und Gräsern vorgelagert. Bandartige Gräserstrukturen wiegen sich beim leisesten Windhauch und schaffen so ein lebendiges Bild. Regionaltypische Weidenbäume erzeugen eine räumliche Tiefe, indem sie eine Verbindung zur Flusslandschaft mit dem Weidenbestand der gegenüberliegenden Uferseite darstellen. In die Pflanzfläche eingelegte Grauwacke-Kleinpflaster führen über den Gartenhang hinunter zum Rheinuferweg. Da der Hang zeitweise vom Hochwasser überflutet wird, sorgen großformatige Steine für notwendige Stabilität. Aus den Fugen dieser Basaltbrocken entwickeln sich zugleich sonnenliebende Pflanzen wie Blauraute, Minze, Verbenen, Polsterglockenblumen und Lampenputzergras. Im Laufe des Jahres lässt das die Steine, die sich wegen der Sonnenexposition stark aufheizen, immer stärker zurücktreten. Aus dem eher harten Anblick im Frühjahr entwickelt sich bis zum Herbst ein überaus weiches, duftendes Bild. Kleine, informelle Sitzplätze an den Wegebiegungen laden zum Innehalten und – flussabwärts und -aufwärts – zum Ausblick ein.

www.3plus.de

Garten- und Landschaftsarchitekten: 3PLUS Freiraumplaner www.3plus.de Fotos: Norbert... mehr

Garten- und Landschaftsarchitekten:

3PLUS Freiraumplaner
www.3plus.de

Fotos:

Norbert Kloeters