Architektur in Artikel
Kategorie
Themen
Interior in Artikel
Themen
Kategorie
Garten in Artikel
Themen
Kategorie
Spezial in Artikel
Kategorie

Moderne der Gegenwart

Formen und Materialien erinnern an Bungalows der 1960er-Jahre

Puristisch und doch gemütlich, transparent und doch intim – die Wünsche des Bauherrn waren... mehr

Puristisch und doch gemütlich, transparent und doch intim – die Wünsche des Bauherrn waren ebenso klar wie heterogen. Ein offener moderner und vor allem lichtdurchfluteter Treffpunkt für seine vierköpfige Familie und Freunde sollte auf dem Grundstück entstehen. Beauftragt wurde das Architekturbüro Wechselberger Hiepen, das die Wünsche des Bauherrn in Abstimmung und enger Zusammenarbeit mit der Familie in das vorgegebene Volumen eingeplant hat. „Als wir mit der Entwicklung des Einfamilienhauses beauftragt wurden, hatten wir bereits einen Vorentwurf zur Grundstücksbebauung angefertigt“, erklärt Architekt Andreas Hiepen. „Unsere Aufgabe lag also vorwiegend darin, das Raumprogramm auszuarbeiten, wobei es sich um ein eingeschossiges Gebäude mit Flachdach handelte.“ Und hierin lag auch gleich eine der Herausforderungen: Da lediglich ein Bungalow für die Grundstücksbebauung zulässig war, musste eine Lösung für das umfassende Raumprogramm, das sich allein erdgeschossig nicht unterbringen ließ, gefunden werden. Und so wurden die Schlafräume im Untergeschoss untergebacht, das durch eine aufwendige Gestaltung einer Abböschung belichtet wird. Das Gebäude, das Teil eines Neubauensembles ist, wird über einen Privatweg erschlossen. „Unsere Ziel war es, das Gebäude gestalterisch und räumlich gut in das Neubauensemble zu integrieren, das wir ebenfalls entwickelt haben“, so Architektin Katharina Wechselberger.

Um dem Wunsch des Bauherrn nach Transparenz gerecht zu werden, wurden im Wohnzimmer große Glasschiebetüren und Eckverglasungen ohne Rahmen installiert. Neben der größtmöglichen Nutzung des Tageslichts bringt diese Lösung auch den Vorzug mit sich, die Gartenanlage zum erweiterten Wohnraum werden zu lassen. Große Dachüberstände erreichen bei maximaler Transparenz angenehme Verschattung im Inneren, während der alte Baum- und Parkbestand für die gewünschte Privatsphäre und Intimität sorgt. Was das Niedrigenergiehaus optisch auszeichnet, sind vor allem die natürlich belassenen Oberflächen. So tauchen neben Sichtbeton auch Holz und Beton aus. „Die gewählten Materialien sind eine Reminiszenz an die Formen und Materialien der Bungalowbauten aus den 1960er-Jahren“, betont Hiepen und weist auf die klare Zurschaustellung der Konstruktion als Wertschätzung der Materialien hin.

Im Gebäudeinneren sind vor allem der Kamin im Wohnzimmer sowie die Dampfsauna im Elternbad annehmliche Einbauten, die der Bauherr und seine Familie nicht mehr missen möchten. Auch trägt die große Kochinsel mit Untertischabsaugung, die direkt zum Wohnzimmer überführt, zum Wohlfühlwohnen bei. „Hier findet hauptsächlich unser Familienleben statt. Hier ist sozusagen unser Treffpunkt“, erklärt der Bauherr, der nach einer Gesamtbauzeit von 13 Monaten die Schlüssel für sein Familienhaus erhalten hat.

www.wh-architekten.de

Architekten: Wechselberger Hiepen Architekten Innenarchitekten Ingenieure... mehr

Architekten:

Wechselberger Hiepen
Architekten Innenarchitekten Ingenieure
www.wh-architekten.de

Fotos:

Tim Sluiters