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Leuchten aus eigener Manufaktur

Markenhersteller setzt mit namhaftem Partner einzigartige Objekte um

Der Düsseldorfer Leuchtenhersteller Licht im Raum designt und produziert mit viel Liebe zum... mehr

Der Düsseldorfer Leuchtenhersteller Licht im Raum designt und produziert mit viel Liebe zum Detail Leuchten, die den Anspruch haben, zu modernen und langlebigen Klassikern zu werden. Dabei arbeitet die hochwertige Manufaktur mit Partnern zusammen, die klassische Handwerkskünste gleichfalls perfekt beherrschen. Ein schönes Beispiel dafür ist die Moon-Kollektion, die es mit Schirmchen aus Porzellan (White Moons) und als Glasvariante (Glass Moons) gibt. Das zeitlos schöne Design von Daniel Klages und das die neueste Technik widerspiegelnde Leuchtensystem Glass Moons wurde mit dem German Design Award 2018 ausgezeichnet.

Die Entstehungsgeschichte beginnt in Düsseldorf, wo die ästhetischen Pendelleuchten in unterschiedlichen Größen und den zwei Farbsortierungen Spring und Fall entworfen wurden. Die Skizze der Schirmchen ist für die Glasmanufaktur von Poschinger in Frauenau im Bayerischen Wald, die in diesem Jahr ihr 450-jähriges Jubiläum feiert, der erste Schritt auf dem Weg zu den mundgeblasenen Gläsern. Nach ihr wird der sogenannte Schnitt, eine Schablone, gefertigt, die dem Formendrechsler als Vorlage dient. Dieser stemmt und drechselt aus massivem Buchenholz, das aus eigenem Waldbestand stammt, ein millimetergenaues, klappbares Modell aus zwei zusammengefügten Hälften, welches wiederum dem Glasbläser die exakte Form vorgibt. Das harte Buchenholz hat sich mit seiner Faserung als ideales Material erwiesen, in das nach einer gründlichen Wässerung das heiße Glas eingeblasen wird.

Die Glasmanufaktur von Poschinger stellt mit 15 Farben, deren Rezepturen vor mehreren Jahrhunderten im Haus kreiert und beständig verfeinert wurden, eine breite Farbpalette zur Verfügung. Sechs davon finden sich in Glass Moon wieder. Die Glasbläser holen nach dem Schmelzvorgang des Glases, das vereinfacht dargestellt aus Quarzsand, Soda und Pottasche besteht, 1.200 Grad heißes, zähflüssiges Glas aus dem Glasofen. Dieses wird mit der Glasmacherpfeife, einer Erfindung der Römer, in die Holzmodelle eingeblasen, die anschließend langsam im Kühlofen heruntergekühlt werden, um Spannungsunterschiede und damit das Zerbrechen des Glases zu vermeiden. Es erfordert jahrelange Erfahrung, viel Fingerspitzengefühl und eine künstlerische Ader, um den Werkstoff zu beherrschen. Viele Techniken, Tricks und Kniffe werden dabei von der älteren Generation an die jüngere weitergegeben.

Nach dem Abkühlen erfolgt der Feinschliff. Die Glaskappe wird an der Stelle, wo abzusprengen ist, erhitzt, wobei die Kappe abspringt und die Form plan geschliffen und poliert wird. Nach der Endkontrolle verlassen die Rohteile sorgfältig verpackt die Glasmanufaktur, um bei Licht im Raum zur Leuchte zusammengefügt zu werden, die dank ihrer Transparenz ein faszinierendes Farb- und Lichtspiel bietet.

www.dinnebier-licht.de
www.poschinger.de
www.licht-im-raum.de

Fotos: Poschinger Udo Kowalski für Licht im Raum mehr

Fotos:

Poschinger
Udo Kowalski für Licht im Raum