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Konsequent und optimiert

Eine genossenschaftliche Wohnanlage spart Energie und schützt das Klima

Preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, zählt gegenwärtig zu den großen Herausforderungen in den... mehr

Preisgünstigen Wohnraum zu schaffen, zählt gegenwärtig zu den großen Herausforderungen in den Metropolräumen. Auch die Wohnungsgenossenschaft Wuppertal Mitte, hat sich dieser Aufgabe gestellt: Rathke Architekten aus Wuppertal wurden mit dem Entwurf einer innovativen, energetisch optimierten Wohnanlage beauftragt, die ein Zeichen für die Zukunft des kostengünstigen genossenschaftlichen Wohnens setzt. Entstanden sind insgesamt 22 Wohneinheiten, stadtnah und unweit eines Parks gelegen, konzipiert als 3- und 4-Zimmer-Wohnungen in Größen zwischen 80 bis 122 m2. Um den großen Parkdruck in dem gewachsenen Viertel zu mindern, wurden zwei Parkgeschosse als Basis für die aufstehenden Wohngebäude in den Hang geschoben – eine Quartiers- und eine mit den Treppenhäusern und Aufzügen verbundene Hausgarage. Das durch die Park­ebenen geschaffene Plateau hebt die aufstehenden Neubauten der Sonne entgegen und kompensiert so die Nachteile der Lage am Nordhang. Die vier Gebäudeteile sind konsequent nach Südwesten orientiert, über zwei transparente Erschließungsfugen werden sie zu zwei Häusern zusammengefasst – eine sehr offene Baustruktur, die den Blick ins Tal und auf die Nordhöhen bewahrt. Besonders viel Wert wurde auf die konsequente Orientierung der Baukörper, insbesondere aller Wohn- und Schlafräume, zur Sonne gelegt. Während die Nordfassaden eher geschlossen sind, generieren die zur Sonne orientierten Fassaden mit ihrem hohen Fensteranteil passive solare Energiegewinne. Die Wohnräume lassen sich mit Glasschiebeelementen zu den umlaufenden Balkonen und Terrassen öffnen. Aufgrund der Nordhang-Lage können die hochwärmegedämmten Gebäude den Passivhausstandard nicht ganz erreichen. Mit 27 kWh/m² liegt der Heizwärmebedarf zwischen dem Passivhaus und dem Standard des sogenannten 3-Liter Hauses. Für die Wärmeversorgung für Heizung und Warmwasser wurde eine Sole/Wasser-Wärmepumpe installiert. Die Wärmeverteilung in den Wohnungen erfolgt dabei über Fußbodenheizungen und Frischwasserstationen. Zur weiteren Reduktion der CO2-Werte wurden zusätzlich PV-Anlagen mit einer Leistung von insgesamt 20 kWp errichtet. Die optimierte energetische Konzeption in Verbindung mit der qualitätvollen Architektur führte zur Anerkennung des Projektes als Klimaschutzsiedlung NRW. Die Wohnanlage leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Reduktion wärmebedingter CO2-Emissionen. www.rathke-architekten.de

Architekten: Rathke Architekten www.rathke-architekten.de Fotos: Sigurd Steinprinz... mehr

Architekten:

Rathke Architekten
www.rathke-architekten.de

Fotos:

Sigurd Steinprinz
www.steinprinz.de