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Gut gelöst

Das Konzept einer Wohnanlage in Ratingen trotzt allen behördlichen Anforderungen

Dem heutigen Erscheinungsbild am Bertramsweg 27 in Ratingen sieht man die herausfordernden... mehr

Dem heutigen Erscheinungsbild am Bertramsweg 27 in Ratingen sieht man die herausfordernden Auflagen, die das Grundstück einst schwer vermarktbar machten, nicht mehr an. Doch die gab es – unter anderem auch vom Amt für Stadtentwässerung. So durfte nicht mehr Regenwasser in den schwach dimensionierten Regenwasserkanal eingeleitet werden als von dem ursprünglichen Einfamilienhaus. Zudem untersagte das Bauamt eine Parzellierung. Bedingungen, welche die Baugemeinschaft Bertramsweg 27 nicht verschrecken konnten. Im Gegenteil. In Kooperation mit einem Baufinanzierer entwickelte der Ratinger Architekt Prof. Manfred Morlock in Kooperation mit dem Atelier Rhein-Ruhr ein genehmigungsfähiges Baukonzept, das durch einen großen Baukörper mit neun Maisonettewohnungen im Charakter eines Stadthauses bestimmt wird.

Erschlossen werden die Wohnungen über einen privaten, befahrbaren und von Apfelbäumen gesäumten Wohnweg. Dabei führen drei Stufen vom Weg über eine nach Osten orientierte Holzterrasse zu den jeweils 4,10 m breiten Maisonettewohnungen. Durch das begrünte, nach Westen ansteigende Pultdach entstehen zur Gartenseite drei Wohnebenen, während die Wohnungen zur Eingangsseite zwei Ebenen umfassen. Im Zentrum des Hauses verbindet eine offene Treppe die nach dem Split-Level-Prinzip organisierten Ebenen miteinander. Mit dem Vorteil, dass das Morgenlicht durch das ganze Haus strömen kann. Und auch in den späteren Stunden präsentieren sich die Wohnungen tageslichthell. Schließlich scheint ab Mittag die Sonne auf den Garten, sodass das Haus ab dann bis zum Abend hin weiterhin lichtdurchflutet ist. Der Eingang der Häuser ist durch die Küche mit dem Essplatz geprägt. In Kombination mit der Holzterrasse stellt sie einen Kommunikationsbereich dar, der sich sowohl nach innen als auch nach außen hin orientiert.

Der von alten Bäumen und einer rundum laufenden Hainbuchenhecke geprägte Garten besteht aus neun addierten Einheiten mit Sondernutzungsrecht. Da Zäune nicht gewünscht waren, fiel die Wahl auf begrünte, wärmespeichernde Betonwände, die – zwischen den Terrassen angebracht – für genügend Privatheit sorgen. Besonders freundlich und einladend präsentiert sich die Fassade, die aus grau-lasierter Schwarzwälder-Weißtannen-Schalung im Verbund mit Holz-Alu-Fenstern zum harmonischen Gesamtbild der Wohnanlage beiträgt.

Fotos:

Markus Luigs
www.bueroluigs.de
Kay Yoshimatsu

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 03|21)

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