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Gradlinig und ohne Schnörkel

Das Einfamilienhaus präsentiert sich als Erbe der klassischen Moderne

Von jeher gehört es zu den schwersten Aufgaben für Architekten, den Lebensraum und damit das... mehr
Von jeher gehört es zu den schwersten Aufgaben für Architekten, den Lebensraum und damit das Zentrum der privaten Sozialisation von ihm anvertrauten Lebensgemeinschaften zu entwickeln. Das genaue Beobachten des Familienverbandes, das Deuten des Erzählten und das Erwecken von Wünschen gehört zu den wichtigsten und grundlegenden Tätigkeiten von Architekten. Der Entwurf zu diesem in Düsseldorf liegenden Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung sieht sich im Erbe der klassischen Moderne. Zum öffentlichen Raum hin wirkt das Gebäude kühl, fast schon ein bisschen unnahbar und trutzig. Auf den ersten Blick scheint es lediglich erbaut worden zu sein, um seine ruhebedürftigen Bewohner abzuschotten. So sind zur Straße hin kaum Fenster auszumachen und auch die etwas versteckt liegende Haustür ist erst nach dem Gang über einen längeren aus Steinplatten gestalteten Weg erreichbar.

Doch sobald man das im Oktober 2010 fertiggestellte Haus betritt, entfaltet sich die Brillanz, die der Bauherr schätzt und sich bei den Planungen und Entwürfen für sein Zuhause und das seiner Familie wünschte: „Fangen Sie die Landschaft ein und lassen Sie sie durch das ganze Haus fließen. Aber bitte lassen Sie alles andere draußen!“ Diesem Wunsch folgend, entstanden auf insgesamt drei Ebenen Flächen für Intimität, für Gemeinschaft und Diskussion sowie für die jeweils sehr individuellen Bedürfnisse der Familienmitglieder. Seien es die Rückzugsbereiche im Obergeschoss, die Flächen für das gemeinschaftliche Leben auf der Parkebene oder die hellen, blickgeschützten Flächen des Wellness- und Fitnessbereichs im Untergeschoss – durchgängig bilden Sichtbeton, reine, weiße Putzwände, Eichenparkett und weiß lackierte Einbaumöbel den Rahmen für das Familienleben. Dass trotz der fehlenden Fenster zur Straßenseite genügend Licht ins Haus fällt, ist den raumhohen und sehr breiten Fenstern auf der zum Garten hin gewandten Seite zu verdanken. Alle Außenfassaden beschränken sich auf die Materialien des glatten, weißen Putzes, grob behauene Travertin-Natursteinplatten sowie hochwertige, senkrecht stehende schwarze Holzlamellen. Sie gehen mit den puristisch und flächig gestalteten Außenanlagen eine harmonische Wechselwirkung ein.

Ganz der Maxime Karl-Friedrich-Schinkels folgend ist diese gebaute, schöne Umwelt frei von Defiziten, Brüchen, Dekonstruktivismen. Aus dem Geistigen heraus entsteht eine Welt der Schönheit für ihre Nutzer. Dabei kommt auch der Komfort nicht zu kurz: So verfügt das Gebäude über ein ausgeklügeltes haus- und sicherheitstechnisches System mit zusätzlicher Pellet-Heizung. Alle Einrichtungen, Rollläden, Heizung und die wandintegrierte Akustikanlage können auch extern über iPhone bedient werden. Insgesamt beträgt die Grundstücksfläche rund 2.490 m2. Die Größe der Wohneinheiten liegt bei 480 m2, wobei 95 m2 für die Einliegerwohnung anfallen. Eine Tiefgarage von 150 m2 bietet genügend Platz für die mobilen Gefährten der Hausbewohner und ihrer Besucher.

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