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Auf dem Weg zu den Sternen

Der Spielplatz Mecumstraße/Gurlittstraße in Düsseldorf

Der „Meteorit“, der in den Spielplatz eingeschlagen ist, hat eine Spur der Verwüstung... mehr
Der „Meteorit“, der in den Spielplatz eingeschlagen ist, hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Wo sich früher die Raumstation befand, findet man heute einen gewaltigen Krater mit steilen Hängen. Nur noch einige Fragmente in Form der knallgrünen Pfosten ragen aus dem Perlkies heraus. Der Meteorit mit seiner rauen Oberfläche ist eine Herausforderung für jeden Kletterkünstler. Auch die steilen Kraterhänge laden zum Klettern ein. Nicht weniger Anspruchsvoll zum Balancieren und Hangeln sind die „Reste“ der ehemaligen Raumstation. Ein weiterer Bereich auf dem unbekannten Planeten ist den kleinen Besuchern vorbehalten: Ein gelandetes Ufo mit ausgestreckten Armen und ausgefahrener Landebrücke lädt zum Schaukeln, Klettern und Rutschen ein. Im zentralen Krater des Planeten ist die Rakete samt Basisstation gelandet. Von hier oben kann man sich einen Überblick verschaffen. Das kreisende Ufo, auf dem man die Faszination der Fliehkraft erlebt, ist in gebührendem Abstand gelandet. Die neue Planetenschaukel macht es möglich wie ein Satellit den Planeten zu umkreisen. Um auch jugendlichen Ansprüchen gerecht zu werden, wurde der bestehende Bolzplatz saniert. In unmittelbarer Nähe dazu ist ein Treffpunkt mit Bänken und Tischtennisplatten entstanden.

Schon von weitem leuchten die grünen Spielgeräte. Haben die kleinen Entdecker den Spielplatz betreten, tauchen sie ein in eine außerirdische Welt mit Meteoriten, Raketen und Ufos. Aus einem langweiligen Spielplatz der 60er Jahre haben die Krefelder Landschaftsarchitekten
freiraumplus um Frank Stüve und Matthias Hähnel eine aufregende Spiellandschaft geschaffen. Dabei war es das Ziel, die vorhandenen Strukturen zu erhalten und neu zu interpretieren. Die Einbindung bestehender Strukturen hat schließlich auch etwas mit nachhaltiger Planung zu tun. So wird aus der Drehscheibe ein Ufo und aus dem Rundweg die Umlaufbahn. Darin eingefasst werden die Spielbereiche zu Landeflächen und Einschlagkratern. Jede Altersgruppe bekommt ihren Bereich bzw. ihren „Krater“. Auch bei der Ausführung und den Materialien der Spielgeräte wurde dieser Aspekt berücksichtigt: Die Geräte bestehen ausnahmslos aus verzinktem und lackiertem Stahl. Das garantiert vor allem auf stark frequentierten Spielplätzen eine lange Lebensdauer sowie eine kostengünstige Wartung.

Auch die bestehende Pflanzung, die den neuen Spielplatz mit einem dichten Grün umgibt und vor Straßenlärm abschirmt, wurde in Teilen ergänzt. Neuer Mittelpunkt soll einmal die Quercus rubra (Roteiche) werden, die dem Spielplatz nicht nur Gestalt gibt, sondern auch einmal Schatten spenden wird. Die Baumreihe aus Prunus avium Plena (Vogelkirsche) schirmt den Bolzplatz ab. Im Frühjahr werden diese Bäume mit ihrer wunderbaren Blüte jedoch zum absoluten Blickfang. Neben Kolkwitzien und Philadelphus, sollen auch die meist unscheinbaren Bodendecker das Blütenthema aufnehmen. Hier wechseln sich das Weiß der Potentillen mit dem Rot der Spiräen ab. Ein „wilder“ Bereich wurde absichtlich erhalten und lädt jetzt zum Verstecken und Entdecken ein. Dabei war es wichtig, dass keine „Angsträume“ oder „Müllbereiche“ entstehen.

Vor allem für die städtische Kindertagesstätte unmittelbar gegenüber ist der Spielplatz eine Bereicherung. Die Kinder können jetzt zu großen Astronauten werden und in fremde Galaxien eintauchen.

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