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Wohnen auf dem Sockel

Verzicht auf klassische Aufteilung von Einfamilienhäusern zugunsten der Wohnqualität

Ehemals bauten hier wohlhabende Sommerfrischler ihre Villen. Inzwischen ist Wannsee nicht nur... mehr

Ehemals bauten hier wohlhabende Sommerfrischler ihre Villen. Inzwischen ist Wannsee nicht nur wegen der schnellen Anbindung an die Berliner Innenstadt eine überaus beliebte Wohngegend. Die Auftraggeber von geiseler gergull architekten hatten Glück. Konnten sie doch ein Grundstück in der herrlichen Insellage erwerben. Lediglich ein Fertighausbungalow aus dem Jahr 1970 musste zunächst abgerissen werden.

Bei der Planung des Neubaus mussten die Architekten ein denkmalgeschütztes Wohnhaus in direkter Nachbarschaft berücksichtigen. Das neue Heim sollte nämlich nicht in Konkurrenz zum Denkmal treten und musste sich daher in Farbgestaltung und Materialität der Fassade zurücknehmen. Da auf dem Grundstück erhaltenswerte Bäume stehen und das neue Gebäude an der Stelle des alten errichtet wurde, blieben die Freiflächen wie sie waren.

Eine kleine Herausforderung war es, das von den Bauherren gewünschte, ungewöhnliche Haus samt der komplexen Anforderungen bei Raumgrößen sowie Nutzungen hinzubekommen und dabei dennoch die strikten Vorgaben des Städtebaus zu berücksichtigen: z. B. maximal zweigeschossiger Bau, Dachgeschoss ohne Aufenthaltsraum oder ein Keller, der maximal 1,20 m aus dem Gelände herausschaut.

Da das Grundstück relativ klein und durch die umliegende Bebauung auch etwas dunkel ist, haben die Architekten die klassische Aufteilung von Einfamilienhäusern zugunsten der Wohnqualität aufgegeben, wie Alexandra Geiseler erläutert: „Das Leben findet im Obergeschoss statt, in der großen Wohnküche, auf der großen Loggia und im Wohnzimmer mit Blick in die großen Bäume.“ Die Schlafräume mit Badezimmer wurden daher im Erdgeschoss angesiedelt und der Garten wird von den Bewohnern nicht oft genutzt.

Die differenzierte Farbgebung und Materialität betonen das Erdgeschoss mit seinem verputzten Ziegelmauerwerk allerdings bewusst, wie Bernd Gergull erklärt: „Das Wohngeschoss sitzt so wie auf einem Sockel.“ Dieser erhöhte und dadurch lichtdurchflutete Bereich wurde kontrastierend zum Erdgeschoss mit einer Holzverschalung aus vorbewittertem Holz verkleidet.

Für den Bodenbelag im Innern des Hauses mit dem ungleichschenkligen Satteldach aus Zinkblech entschieden die Architekten sich für großformatige Fliesen mit Fußbodenheizung, bei den Wand- und Deckenoberflächen für Glattputz und in den Bädern für strapazierfähige und fugenlose Bodenbeläge auf Zementbasis.

www.bgg-architekten.de

Architekten: geiseler gergull architekten www.bgg-architekten.de Fenster, Haustür:... mehr

Architekten:

geiseler gergull architekten
www.bgg-architekten.de

Fenster, Haustür:

Holzbau Becker & Sohn
www.becker360.de

Rohbau:

Bauunternehmen Hofmann
www.bau-hofmann.de

Türen, Möbel, Badmöbel, Treppe:

Holzwerkstätte Seng
www.schreiner-seng.de

Maler:

Banek & Schuldt
www.malermeister-team.de

Fotos:

Maximilian Meisse
www.meisse.de