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Unzertrennliche Familie

Trotz großer Ähnlichkeit bieten zwölf Häuser im Märchenviertel in Köpenick viel Raum für Individualität

Das Märchenviertel gehört zum Stadtteil Köpenick und ist nur knapp eine halbe Autostunde vom... mehr

Das Märchenviertel gehört zum Stadtteil Köpenick und ist nur knapp eine halbe Autostunde vom Zentrum Berlins entfernt. Seit 1927 tragen alle Straßen des Viertels die Namen berühmter Märchenfiguren. Arnold und Gladisch Architekten planten auf einen 4.500 m² großen Grundstück an der Dornröschenstraße zwölf Wohnhäuser. Das neu entstandene Ensemble trägt in Anlehnung an das Märchen der Gebrüder Grimm den Namen „Zwölf Brüder“ und führt so die Märchentradition des Ortes fort. Brüder ähneln sich oft bis zur Verwechslung, jeder hat aber auch seinen ganz eigenen Charakter. Bei dem Gebäudeensemble in Köpenick tragen deshalb die einzelnen Brüder alle zusätzlich einen eigenen Namen. Die Häuser sind benannt nach Figuren aus den Märchen der Gebrüder Grimm und heißen zum Beispiel Drosselbart, Eisenhans oder Schnürbein.

Die Bauten bestehen jeweils aus zwei Vollgeschossen und einem zurückgesetzten Staffelgeschoss. Das Staffelgeschoss gestalten die Architekten auskragend, was den Bauten eine starke Dreidimensionalität und eine unverwechselbare Silhouette verleiht. Die Raumhöhen sind im Erdgeschoss großzügig mit 2,80 m bemessen und in den oberen Geschossen mit 2,60 m. Es gibt zwei unterschiedliche Haustypen: die großen Häuser mit 168 m² Wohnfläche, die kleinen Häuser mit 138 m2. Neben einer ebenerdigen Terrasse zum Garten haben alle Bauten im Staffelgeschoss zusätzlich eine Dachterrasse.

Individualität erhalten die Wohnhäuser durch das Spiel der Farbharmonien und die wechselseitige Anordnung der Fenster. Insgesamt bieten die Architekten drei Fassadenfarben an, wobei immer nur die Kombination zweier Farben bei den einzelnen Häusern Verwendung findet. Am Ende gleicht kein Bruder dem anderen, gleichzeitig bilden sie eine unzertrennliche Familie. Das Innere der Häuser bietet viel Raum für die Umsetzung individueller Wohnbedürfnisse. Die Bewohner sind frei in der Grundrissgestaltung und können ein Raumprogramm von vier bis sechs Zimmern verwirklichen. Zeitlos elegant ist die Ausstattung der Domizile. Auf allen Etagen ist Eichenparkett verlegt. Die Fenster sind anthrazitfarben, Wände und Türen sind weiß gestrichen. Farbe bringen die Bewohner mit ihrem persönlichen Einrichtungsgeschmack ins Haus. Die Wärmeversorgung der Häuser erfolgt über eine Gasbrennwerttherme, eine Solaranlage auf dem Dach dient der Warmwasseraufbereitung.
Das Projekt zeigt einen prägnanten Umgang mit der Typologie Einfamilienhaus. Die Bauten erinnern mit ihren Flachdächern und der kubischen Form an moderne Townhouses, die auch im Stadtzentrum ihren Platz finden würden. Die Zwölf Brüder entfalten viel Charakter als Familie, ebenso für sich alleine. Mit ihrem zurückgenommenen modernen Charme prägen die neuen Nachbarn das Märchenviertel auf ihre Weise.

www.arnoldundgladisch.de

Architekten: Arnold und Gladisch Architekten www.arnoldundgladisch.de Zimmer- und... mehr

Architekten:

Arnold und Gladisch Architekten
www.arnoldundgladisch.de

Zimmer- und Holzarbeiten:

Zimmerei und Gerüstbau Lutz Schach
www.zimmerei-geruestbau.de

Treppe:

Jotec Treppensysteme
www.jotec-treppen.de

Stahlbau- und Metallbauarbeiten (Vordach):

Flämingschlosserei
www.flaemingschlosserei.de

Dach:

Burkhard Mende
www.mende-zahna.de

Estrich:

N & R Bau
www.nur-bau-gmbh.de

Tischler:

Tischlerei Tinus
www.tischlerei-tinus.de

Fotos:

Maximilian Meisse