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Subtiles Spiel

Ein Baugruppenprojekt in Kreuzberg inszeniert auf feine Weise Farben und Formen

Das Grundstück, auf dem das Büro Liebscher-Tauber + Tauber für eine Baugruppe ein Wohnhaus... mehr

Das Grundstück, auf dem das Büro Liebscher-Tauber + Tauber für eine Baugruppe ein Wohnhaus geplant hat, ist mit rund 1.000 m² für eine innerstädtische Lage recht groß. Insgesamt sind in dem Haus in der Blücherstraße in Kreuzberg 27 Wohneinheiten sowie eine Gewerbeeinheit untergebracht. Ursprünglich handelte es sich um zwei Parzellen, die zusammengefasst wurden. Die Idee der Architekten war, ein Haus mit zwei unterschiedlichen Gebäudeteilen im Inneren zu planen, denen die Fassade aber ein einheitliches Gesicht verleiht.

Die linke Haushälfte erhält zur Straßenseite als markantes Merkmal große, über Eck laufende Loggien. Die Wohnungen sind in diesem Gebäudeteil ähnlich gestaltet. Sie sind 90 bis 100 m² groß, haben eine Mitteldiele, Wohnräume zur Straße und Zimmer nach hinten. Die Wohnräume im rechten Hausteil orientieren sich zum Garten. Es gibt drei verschiedene Wohnungstypen. Eine lange, durchgestreckte Wohnung, in der Mitte eingespannt, kleinere Einheiten mit ca. 64 m² sowie L-förmige Wohnungen mit ca. 100 m².

Mit der Gestaltung der Fensterflächen in der Fassade schaffen die Architekten die Verbindung der beiden Gebäudeteile. „Wir arbeiten mit Bändern, die ganz leicht aus der Fassade hervortreten und so eine Erker-Assoziation zulassen“, meint Architekt Tauber. Auf der rechten Seite gibt es ein flaches Band, hinter dem Schlafräume, Nebenräume und teilweise Bäder liegen. Auf der linken Seite sind zusätzlich bodentiefe Fenstertüren verbaut, hinter denen sich Wohnküchen befinden. Zum Garten hat das Haus durchgehende Balkonbänder. „Uns ging es darum, auf der Gartenseite eine größtmögliche Homogenität zu schaffen“, meint Tauber. „Das Ganze sollte flächig sein. Wir wollten mit den Volumen spielen, etwas heraus schneiden und dann wieder zusammensetzen“. Das feine, aufeinander abgestimmte Spiel setzt sich fort bei den Farben und Materialien. Der Putz hat eine Oberflächenqualität, die Beton ähnelt. Durch die Luftfeuchtigkeit entwickelt die Fassade erst im Lauf der Zeit ihre eigentliche Farbigkeit. Die Fenster sind innen holzsichtig und außen mit Aluminium verblendet. Deren Zusammenspiel mit dem Fassadenputz ist sehr subtil. „Wir wollten einen Ton in Ton-Effekt erzielen, mit ganz leichten Kontrasten“, so Tauber. Im Inneren setzen sich die Materialitäten fort. Alle Treppenläufe, auch die der Maisonetten im Erdgeschoss, sind in Sichtbeton ausgeführt. Auf dem Dach gibt es neben zwei Penthouses eine Gemeinschaftsterrasse mit festinstallierter Sommerküche. Zusätzlich leistet sich die Baugruppe eine Sauna, aus der die Bewohner einen spektakulären Blick über die Dächer Berlins genießen.

www.liebscher-tauber-architekten.de

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