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Sechs Fragen an Axel Haubrok

Was ist Ihrer Ansicht nach zurzeit in Berlin „talk of the town“? Axel Haubrok: Berlin könnte... mehr
Was ist Ihrer Ansicht nach zurzeit in Berlin „talk of the town“?

Axel Haubrok: Berlin könnte mal wieder ein paar großartige Kunstausstellungen gebrauchen. Durch Ausstellungen von internationalen Spitzenkünstlern würde auch die internationale Kunstszene wieder häufiger in die Stadt kommen – nicht nur zum Gallery Weekend.

Wo sind Ihre drei Lieblingsorte in Berlin?

Wir fühlen uns sehr wohl am Ku’damm, am Stutti und auf der Kantstraße. Ich mag die Großzügigkeit und Gelassenheit, die die Region ausstrahlt, und dass es hier kaum eine Straße ohne schöne, alte Bäume gibt.

Was war für Sie das letzte realisierte Architekturhighlight in der Stadt?

Das Lobe Haus von Arno Brandlhuber. Als Sammler von Konzeptkunst ist mir die Denkart von Arno sehr nahe. Ich mag es, das Erscheinungsbild eines Gebäudes aus den rechtlichen Randbedingungen abzuleiten. Und das dann auch noch so ökonomisch wie möglich zu realisieren.

Was sollte in der Stadt noch passieren? Was fehlt in der Stadt?

Ich vermisse die Brüche, die Berlin nach dem Fall der Mauer so interessant gemacht haben, und sehe mit Schrecken, dass die Lesbarkeit der Geschichte in der Stadt immer weiter verwischt wird. Ich war schon immer gegen den Neuaufbau des Schlosses und trauere dem Palast der Republik nach. Es ist auch eine Schande, was jetzt am Ku’damm passiert, wo die schönen Häuser aus den 1960er- und 1970er-Jahren nach und nach verschwinden.

Was ist Ihre persönliche Bausünde in Berlin?

Berlin wird immer weiter optimiert und dadurch seelenloser. Das sieht man an den 08/15 Bürohäusern mit den immer gleichen Schlitzfenstern, besonders schlimm ist das rund um den Hauptbahnhof. Genauso schlimm sind die kitschigen, historisierenden Gebäude, das Schloss, das Adlon und die ganzen Neubau-Siedlungen, die so aussehen wollen, als ob sie alt wären.

Wie sind Sie in der Stadt unterwegs?

Ich fahre drei Mal wöchentlich vom Adenauer Platz bis in die Fahrbereitschaft nach Lichtenberg. Das mache ich leider immer noch zu häufig mir dem Auto, aber eigentlich ist das Quatsch. Die BVG ist viel besser als ihr Ruf und nach Lichtenberg komme ich damit genauso schnell.

Axel Haubrok

zählt zusammen mit seiner Frau Barbara zu den wichtigsten Sammlern von Konzeptkunst in Deutschland. Die vom Ehepaar Haubrok gegründete Haubrok Foundation hat in Berlin mehr als 50 Ausstellungen in der Xantener Straße, am Strausberger Platz und in der Fahrbereitschaft durchgeführt.


(Erschienen in CUBE Berlin 03|19)

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