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Schöne neue Kreativarbeit

In einem Loft in Kreuzberg schaffen Architekten eine Umgebung für TV- und Filmemacher

Das Projekt „South & Browse“, realisiert von „Berlinrodeo Interior Concepts“, ist in den... mehr

Das Projekt „South & Browse“, realisiert von „Berlinrodeo Interior Concepts“, ist in den Gebäudekomplex der ehemaligen Sarotti Schokoladenfabrik am Mehringdamm realisiert. Die Aufgabe war es, in einer leerstehenden Fabriketage neue Räume für eine TV- und Filmproduktionsgesellschaft einzurichten. Das Büroloft sollte sowohl Platz zum Arbeiten schaffen, als auch repräsentativen Charakter haben. Die Architekten haben vom Rohbau über die Elektroinstallation bis hin zur Einrichtung den gesamten Umbau betreut. Die Projektphase war insgesamt sechs Monate lang.

Die Etage gliedern die Planer in einen Em­pfang mit anschließendem offen gestaltetem Co-Working Space. Hinzu kommen eine Gemeinschaftsküche, die auch für Meetings genutzt werden kann. Es gibt weiterhin abgeschlossene Räume für Schnitt- und Tonarbeiten sowie die Chefbüros. Für den Eingangsbereich haben die Architekten einen Tresen, verkleidet in dunklem Furnierholz, entworfen. In die Tresenfront eingelassen sind beleuchtete rot gefärbte Plexiglaspaneele. Damit korrespondiert eine ebenfalls rote großdimensionierte Stehleuchte. Licht und die Signalfarbe Rot markieren den Einlass ins Firmenuniversum. In dem großen offenen Arbeitsbereich geht es nüchterner zu. Es dominieren die Farben Weiß, Grau und Anthrazit. „Egal, ob in einer Werbeagentur oder bei einer TV-Produktion – überall da, wo Leute kreativ arbeiten, wird man immer sehr zurückhaltend in der Farbgebung sein“, sagt Ingo Hölters, Geschäftsführer bei Berlinrodeo. „Die Leute haben den ganzen Tag viel Buntes auf dem Bildschirm. Das reicht dem Auge.“ Die monochrome Gestaltung des Arbeitsbereiches vermeidet nicht nur Ablenkung der kreativen Geister. Sie unterstreicht auch den Industriecharme der ehemaligen Fabriketage. „Wichtig war uns, die alten Elemente zu erhalten, dem Ganzen aber einen modernen Look zu geben“, meint Hölters. Die Architekten verzichten bewusst auf die Abdeckung der Verkabelungen. Der Boden ist ein grauer Estrich. Die Kappendecken, massive Stahlträger sowie die Kachelwände mit all ihren Macken und Ecken bleiben ebenfalls erhalten.

Auch die Chefbüros gestalten die Architekten schlicht, leisten sich dort aber zusätzlich eine elegante Note. Die Schränke sind in edlem Holzfurnier gehalten. Bei den Leuchten und Möbeln wählen die Einrichter ausgesuchte Designklassiker und unterstreichen damit die insgesamt zeitlose Gestaltung. Das Projekt zeigt einen authentischen Umgang mit einer für Berlin typischen Ausgangsituation. Dort wo früher Arbeiter im Maschienenlärm schufteten, bemühen heute Wissensarbeiter ihre Köpfe. Die Tätigkeiten verändern sich, das Gebäude bleibt das gleiche. Die Architekten betonen den ursprünglichen Charakter des Ortes und schaffen dort gleichzeitig eine auf zeitgenössische Anforderungen abgestimmte Arbeitsumgebung.

www.berlinrodeo.com

Innenarchitekten: Berlinrodeo Interior Concepts www.berlinrodeo.com Fotos: Sabine Münc mehr

Innenarchitekten:

Berlinrodeo Interior Concepts
www.berlinrodeo.com

Fotos:

Sabine Münc