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Neue Mitte

Apartmenthaus in der Boyenstraße überrascht mit einer grünen Idylle im Innenhof

Das Apartmenthaus „City Farmer“, gebaut vom Büro deluse architects, ist das erste geplante Haus... mehr

Das Apartmenthaus „City Farmer“, gebaut vom Büro deluse architects, ist das erste geplante Haus auf der Boyenstraße in Berlin Mitte. Die Boyenstraße verbindet entlang des ehemaligen Mauerstreifens die Chausseestraße mit dem Ostufer des Berlin-Spandauer-Schifffahrtskanal. Noch bis zum Ende der Nuller Jahre war diese Gegend komplett unbebaut. Zusammen mit dem „City Farmer“ Haus sind entlang der Straße nun eine ganze Reihe mehrgeschossiger Wohnhäuser entstanden. Die intensive Bebauung der Boyenstraße ist damit Teil der derzeit rasant stattfindenden Neudefinition des Wohnens in Berlin Mitte. Daniel Libeskind plant in direkter Nachbarschaft im oberen Teil der Chausseestraße ein spektakuläres Wohngebäudes mit Luxuswohnungen, ebenso ist der Berliner Architekt Eike Becker mit einem neuen Projekt am Start.

Nach vier Jahren Planung und Bau wurde das Projekt „City Farmer“ nun endgültig fertiggestellt und von den Bewohnern bezogen. Das achtgeschossige Gebäude steht auf einem 1.100 m² großen Grundstück und setzt die Blockkante der angrenzenden Bebauung fort. Auf einer Wohnfläche von rund 5.500 m² entstanden 28 Eigentumswohnungen mit Wohnflächen von 80 bis 200 m². Das Gebäude verfügt über eine Tiefgarage. Alle Fenster sind dreifach verglast. Statt eines Wärmeverbundsystems wurden die Außenwände einschalig aus Porenziegelmauerwerk hergestellt. Vorder- und Rückseite des Wohnhauses unterscheiden sich grundlegend. Die zum Norden ausgerichtete Straßenfassade ist eine lebendige Komposition aus vorspringenden Erkern. Die plastische Anmutung verleiht dem Haus nicht nur viel gestalterische Qualität. Die Wohnräume auf Vorderseite, die sich in Nordlage befindet, erhalten dadurch auch mehr Sonnenlicht.

Auf der nach Süden ausgerichteten Rückseite des Hauses befinden sich hingegen großzügige Terrassen und Balkone. Die oben liegenden Wohnungen bieten einen atemberaubenden Panoramablick auf Mitte mit all seinen Wahrzeichen. Eingefasst von Vorderhaus und Seitenflügel ist ein geschützter Innenhof entstanden. Dessen Fläche haben die Architekten ebenfalls sehr sorgfältig gestaltet. Neben einigen privaten Terrassen gibt es zusätzlich gemeinschaftlich genutzte Bereiche. Die Bewohner sind eingeladen, sich dort aufzuhalten oder auch Nutzgärten anzulegen. Der gesamte Innenhof soll durch seine vorgegebene Struktur die sozialen Kontakte innerhalb der Hausgemeinschaft fördern. Die Planer setzen damit bewusst einen Kontrapunkt zur Anonymität, die oft in großstädtischen Wohnhäusern herrscht.

Das „City Farmer“-Projekt zeigt, wie die Architekten durch ihre Arbeit auch in verdichteten Großstadtlagen mehr Lebensqualität realisieren. Die Mittel sind eine durchdachte Gestaltung, hochwertige Ausstattung und die Schaffung von großzügigen Außenflächen mit viel Grün.

www.delusearchitects.com/de

Architekten: delusearchitects www.delusearchitects.com/de Fotos: Katharina Kern mehr

Architekten:

delusearchitects
www.delusearchitects.com/de

Fotos:

Katharina Kern