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Klar, logisch, authentisch

Den „Berlin Chair“ gestaltete Meinhardt von Gerkan für die VIP-Lounge des Flughafens Berlin-Tegel

Meinhardt von Gerkan und sein Partner Volkwin Marg hatten im Jahr 1965 direkt nach dem... mehr

Meinhardt von Gerkan und sein Partner Volkwin Marg hatten im Jahr 1965 direkt nach dem Studienabschluss als absolute Nobodys in einem internationalen Wettbewerb gleich ein Traumprojekt gewonnen – den Flughafen Berlin-Tegel. Die Aufgabe war, nicht nur das Gebäude zu entwerfen, sondern auch die komplette Innenausstattung bis hin zum technischen Equipement.

So ist auch der Berlin Chair entstanden. Meinhardt von Gerkan entwarf das Möbel 1975 für die Lufthansa-VIP-Lounge des Flughafens Tegel. Die geschwungene Gestaltung soll an das Lufthansa Logo erinnern. Es gibt den Stuhl mit und ohne Armlehne, sowie einen passenden Beistelltisch. Der Entwurf hat alles, was einen Klassiker ausmacht. Er ist inspiriert vom Funktionalismus und der Konsequenz des skandinavischen Designs. In den 1970-Jahren buhlte das Design vielfach auf oft schrille Art um Aufmerksamkeit. Der Berlin Chair nimmt sich zurück, bleibt „klar, logisch und authentisch“. Der heute über achtzigjährige von Gerkan gilt als Architekt, der keiner Kontroverse aus dem Weg geht. Sein Stuhl strahlt durch seine Materialität sowie der präzisen, handwerklichen anspruchsvollen Verarbeitung genau diese Solidität aus. Das Möbel widersetzt sich der permanenten Nutzungen auf dem Flughafen, ebenso allen kurzlebigen Moden. Lange Zeit wurde der Berlin Chair auf Auktionen in New York oder Paris unter Sammlern gehandelt. Im Jahr 2016 zu seinem 150. Firmenjubiläum hat der Hersteller Walter Knoll aufgrund der sogar gestiegenen Wertschätzung den Berlin Chair wieder neu aufgelegt.

www.walterknoll.de