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Intelligente und smarte konzepte

Ein neuer Wohnraum mit „Well-Effekt“ 

Wie sieht das ideale Bad aus? Wahrscheinlich für jeden von uns ein bisschen anders. Doch es gibt... mehr

Wie sieht das ideale Bad aus? Wahrscheinlich für jeden von uns ein bisschen anders. Doch es gibt Bedürfnisse, die wir alle teilen, die nach Komfort, Hygiene und Ruhe. Es geht um den bekannten „little break of the day“.

Wellness kommt von „well“ und steht für gesund, wohlauf, aber auch Leichtigkeit – also genau die Attribute, wie man sich im zukünftigen Bad fühlen möchte. Hier kristallisiert sich ein neuer Trend heraus, das Bad entwickelt sich zu einem Ort des Bleibens. Wohnliches Interieur zum Sitzen, Liegen und Verweilen zeigen die Hersteller vermehrt in ihren Repertoires. Tatsache ist, dass der Wunsch nach Originalität und Selbstverwirklichung nicht nur beim Wohnen und in der Küche zur Schau gestellt wird. Vor diesem Hintergrund ist die Entwicklung nur logisch, dass moderne Bäder heute über ein deutlich wohnlicheres Ambiente verfügen. Neue Materialien, auch in 3D-Optik, Holzdekore in alle Variationen, dazu Lacke von Hochglanz (natürlich ohne Fingerabdrücke) bis Ultramatt verwandeln das Bad zum gemütlichen Lifestyle-Ort. Ästhetisches Miteinander von Möbeln, Wanddekoren und Accessoires erfüllen allerdings nur eine Seite der Anforderungen. Im Bad verschmelzen zunehmend klassische Sanitärprodukte mit Hightech-Funktionen. Bites und Bytes regeln inzwischen Armaturen, Licht- und Soundsysteme. In scheinbar homogenen Flächen aus Mineralguss, Glas und Kunststoff könnten sich demnächst die unterschiedlichsten Bedienelemente oder Sensoren verbergen. Flächen sind das Material für potenzielle Funktionen. Und davon gibt es viele – Funktionen, die heute oder in naher Zukunft das Bad sicherer, komfortabler und multimedialer machen. Hinter Wand und Boden verlaufen künftig weit mehr elektrische Kontakte. Auf Spiegelflächen werden Informationen oder Bilder projiziert, und in Glasflächen sind integrierte Sensoren versteckt, die auf Wink Beleuchtungen aktivieren und Programme ablaufen lassen.

Den Gegenpol zu dieser Entwicklung bildet die formale Reduktion. Sie ist noch immer einer der Haupttrends, der jedoch zunehmend von charakter- und ausdrucksstarken Produkten ergänzt wird. Bronze und Gold kombinieren sich mit warmen, natürlichen Materialien und Stoffen. Sie ergeben die neue Mixtur einer eleganten Wohlfühlreduktion. Neben klassischen, teilweise auf den Millimeter genau anpassbaren Einbaulösungen werden Waschtische und Badewannen, deren Charakter und Funktionalität sich Möbelstücken annähern, skulptural im Raum inszeniert. Neue Materialien und Fertigungsprozesse ermöglichen dabei minimale, nie dagewesene Wandstärken, die einer präzisen und gleichwohl architektonischen Formensprache anmuten.

Doch der wohl wesentlichste Trend im Badezimmer ist, die Gesundheit als Erlebnis zu etablieren. Wie das aussieht, behandeln wir in Teil 2 in der nächsten Ausgabe.