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Industrielle Reminiszenzen

Hochwertige Ausstattungen veredeln eine frühere Fabriketage

Auf der Oranienstraße brodelt Tag und Nacht das Leben. Doch im 1. Obergeschoss eines der... mehr

Auf der Oranienstraße brodelt Tag und Nacht das Leben. Doch im 1. Obergeschoss eines der kreuzbergtypischen gründerzeitlichen Gewerbehöfe eröffnet sich unverhofft eine andere Welt: Ein ruhiges, hochwertiges Refugium in Form eines 230 m² großen Lofts, in dem sich eine großzügige Raumwirkung mit edlen Materialien verbindet.

Umgebaut wurde die einstige Gewerbeeinheit, die zuletzt als Lagerfläche für einen Bekleidungshandel gedient hatte, vom Büro Thomas Hillig Architekten. Die Planer kombinierten die für ein Loft typische Offenheit geschickt mit intimeren, abgeschlossenen Bereichen. Der U-förmigen Grundriss der Wohneinheit, die sich über das Quergebäude und zwei Seitenflügel erstreckt kam dem entgegen: Während die Fläche im Quergebäude weitgehend ohne Trennwände auskommt, sind in den Seitenflügeln die drei Schlafzimmer untergebracht. Eines davon ist lediglich durch eine Schiebetür abgetrennt, so dass es sich zum zentralen Wohn-, Ess- und Arbeitsbereich hin öffnen lässt. Strukturiert wird dieser große Raum hauptsächlich durch zwei Elemente: Durch einen maßgefertigten Küchenblock, in den auf der Rückseite zudem Bäder und ein Haushaltsraum integriert sind, und durch einen Kamin. Dieser ist an der dem Küchenblock gegenüber liegenden Brandwand angebracht. Dazwischen lädt ein riesiger Tisch zum geselligen Beisammensein sein.

Besonderen Wert legten die Planer darauf, die industriell anmutenden Gestaltungselemente des Lofts mit betont hochwertigen Materialien zu kombinieren. So zeugen die schlämmgeputzten Backsteinwände und die großformatigen Fenster von der industriellen Vergangenheit des Ortes. Neu ist hingegen der Bodenbelag: 20 cm breite Landhausdielen aus Eiche, die als Schiffsboden in der Richtung des Lichteinfalls verlegt sind. Ganz und gar nicht industriell sind hingegen die Vorhänge mit ihren eingearbeiteten Strukturen, die sich über die gesamte Längsseite des Wohn- und Essbereichs erstrecken. Eine Vermittlerrolle zwischen dem industriellen Charakter einerseits und den neuen, betont wohnlichen Materialien andererseits nimmt der vertäfelte und matt lackierte Küchenblock ein.

Bei alledem arbeitete das Team um Thomas Hillig eng mit den Bauherren zusammen, die als Liebhaber von handwerkliche Qualität und präzisen Details hohe Anforderungen an die Planer stellten. So wurde beispielsweise für alle Einbauten ein genaues Fugenbild festgelegt. Die Bauherren beauftragten die Architekten nicht nur mit der Planung der Einbauten, sondern auch mit der Auswahl sämtlicher Einrichtungsgegenstände von Sitzmöbeln über Leuchten bis hin zum Geschirr. Um dem Kundenwunsch nach einem vielgestaltigen, lebendigen Vintage-Look gerecht zu werden, war Einfallsreichtum gefragt: Manche Einrichtungsgegenstände fanden die Architekten in lokalen Antiquitätenläden.

www.hillig-architekten.de

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Innenarchitekten

Thomas Hillig Architekten
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Fotos

Thomas Hillig, Graeme Vaughan

Metallbauarbeiten

Lichtbogen Metallwerkstatt
www.lichtbogen-gmbh.de

Trockenbau / Malerarbeiten

Lehmann & Lehmann

Tischlerarbeiten, Kleiderschränke

Möbeltischlerei Richard Maier
www.maier-moebel.de

Tischlerarbeiten, Innenausbau

VS & K
www.vsundk.de

Kamin

Kaminfabrik
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Küche

Berlincuisine
www.berlincuisine.de

Fliesenarbeiten

Johann Schinnerl – Fliesenlegermeisterbetrieb

Parkettarbeiten

Holzbau Richter
www.hbr-berlin.de

Dekorationsarbeiten/Vorhänge

Rudloff´s Raumausstattung
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Heizung, Lüftung, Sanitär

Ötec Haustechnik-Service
www.oetec.de

Elektroarbeiten

Hans Napral
www.napral.de