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Holz in den Wald tragen

Auf einem Waldgrundstück in Potsdam entstanden zwei Holzhäuser

In einer stillen Wohngegend am östlichen Rand von Potsdam entstanden zwei Häuser in... mehr

In einer stillen Wohngegend am östlichen Rand von Potsdam entstanden zwei Häuser in Holzbauweise. Es handelt sich um ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 137 m² und um ein Doppelhaus mit zwei Wohnungen von je 87 m². Das Büro PAC – Project Architecture Company aus Berlin hat die Gebäude entworfen. Diese wurden so auf dem stark bewaldeten Grundstück platziert, dass der Kiefern- und Eichenbestand nahezu unangetastet blieb. So steht nun eines der Häuser nahe an der Straße, das andere weiter im hinteren Bereich des Grundstücks. Beide Häuser sind als „Familie“ gedacht – so die Architekten – und verfügen über eine einfache Kubatur: Schlicht, scheunenartig und kompakt – dennoch machen sie durch die Wärme ihres Holzkleides einen einladenden und lebendigen Eindruck, der auch durch die unterschiedliche Breite der vertikalen Fassadenschalung aus unbehandeltem Lärchenholz bedingt ist. Im hinteren Grundstücksbereich liegt das Einfamilienhaus mit seinem schmalen und langgezogenen Grundriss. Im offenen Wohnbereich des Erdgeschosses spielt sich ganz klassisch das Familienleben mit seinen Funktionen Kochen, Essen und Entspannen ab. Der Raum öffnet sich zu beiden Seiten mit großen Schiebefenstern mit Blick auf den Wald. Robuste „Scheunentore“ dienen als Sonnenschutz und als Abschottung gegen neugierige Blicke. Die Schlafzimmer und das Bad im Obergeschoss werden über einen langen Spielflur erschlossen. Das Doppelhaus im vorderen Grundstücksbereich birgt zwei, an seiner Mittelachse gespiegelte grundrissgleiche Wohnungen auf zwei Stockwerken. Beide Hälften des Baukörpers werden über eine mittige Treppe erschlossen. Auch hier liegt der offene Wohnbereich im Erdgeschoss, während Schlafzimmer und Bad sich im Obergeschoss befinden. In den Innenräumen beider Häuser bleibt die Holzkonstruktion des Daches und der Decken sichtbar. Die Dämmung besteht aus Holzfasern, also auch aus einem Naturstoff. Bewusst wurde soweit wie möglich auf den Einsatz von Kunststoffen verzichtet. Die Wärmeversorgung erfolgt über eine gemeinsame Holzpellet- und Stückholzheizung mit großen Pufferspeichern, die sich im Keller des Doppelhauses befinden. So wurde der Effizienzhaus-Standard KfW 55 erreicht.

www.project.ac

Fotos:

Bulla Huth
www.bullahuth.de

(Erschienen in CUBE Berlin 04|23)

Architektur: Project Architecture Company www.project.ac Holzbau/Dach: Dachkonzept-Ihle... mehr
Architektur:

Project Architecture Company
www.project.ac

Holzbau/Dach:

Dachkonzept-Ihle
www.dachkonzept-ihle.de

Dachziegel:

Braas
www.bmigroup.com/de/braas

Holzfenster:

Fenster Weihe
www.weihe-fenster.de

Dachfenster:

Velux
www.velux.de

Fassade:

Mocopinus
www.mocopinus.com

Elektro:

Elektro Gehre Anlagenbau
www.elektro-gehre.com

Schalter:

Busch-Jaeger
www.busch-jaeger.de

Heizung und Sanitär:

Wieck und Gnad
www.wieckundgnad.de

Scheitholz- und Pelletskessel:

Fröling
www.froeling.com

Bodenbeläge:

Forbo
www.forbo.com

Beschläge:

Hoppe
www.hoppe.com