Kita im Kieferngarten

Ein einladendes und kindgerechtes Haus für die ganz Kleinen

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Der Baugrund dieses neuen Kindergartens liegt in einem parkähnlichen Kiefernwäldchen in Freimann, mit wenigen weit auseinander stehenden „Windflüchtern“ – also Kiefern, deren Wachstum vom Wind beeinflusst wurde. Früher stand hier ein Gehöft, das 2010 komplett abgerissen wurde und das früher außerhalb der Stadtgrenze lag – heute ist es umringt von einer älteren und einer neuen Siedlung mit Ein- und Mehrfamilienhäusern. Die U-Bahn-Station Kieferngarten liegt südlich ganz in der Nähe und die Allianz Arena im Norden ist auch nicht weit entfernt. Von der Stadt München als Bauherr beauftragt, hat das Büro Zwischenräume, das schon viel Erfahrung mit Gebäuden dieser Art gesammelt hat, das Haus für Kinder an dieser Stelle realisiert. Die Räumlichkeiten für insgesamt 111 Kinder – eingeteilt in drei Krippen-, zwei Kindergarten- und einer Hortgruppe – sollten hier auf 1.400 m² untergebracht werden. Das Alter der Kinder reicht von 0 bis 10 Jahren. Der umliegende Garten mit einer Größe von 1.300 m² wurde von den Landschaftsarchitekten Latz + Partner wunderbar virtuos mit Holzelementen sowie mit einer großen Sandspielfläche bestückt.

Die Architekten haben ein sehr ansprechendes Gebäude entworfen, das nicht nur schön anzusehen, sondern in jeder Beziehung kindergerecht ist. Die Gestalt des Baukörpers ist ungewöhnlich, es weist in nord-südlicher Richtung eine leichte Wellenform auf und wird von der Straße im Süden her erschlossen. Zum Schutz des Wurzelwerks der Bäume wurde das Haus nicht unterkellert, sondern steht auf einer Stahlbetonplatte mit Frostschürzen an den Stellen, wo es nötig erschien. Es wurde in Hybridbauweise errichtet. Die tragenden Wände sind aus Stahlbeton, die Außenwände in vorgefertigter Holzrahmenbauweise ausgeführt. Ebenso die Lattung der Fassadenverkleidung. Das Flachdach wurde mit einer Kieslage vor starkem Wind geschützt. Ein Teil der Fläche ist begrünt, ein weiterer mit Photovoltaikpaneelen zur Energiegewinnung belegt. Mit einer in einem hellen Gelb gestalteten Fassade und den Holzlamellen, die in gleichen Abständen vertikal vorgehängt sind, werden die Außenhülle zoniert und Flächen für Türen und Fenster freigelassen. Die vorvergraute Holzlattierung gleicht farblich den umstehenden Kiefern.

Der Anblick macht Freude und lädt die Kinder ins Innere ein. Die Künstlerin Lena Bröcker hat ein Konzept für „Kunst am Bau“ entwickelt, das sich dem Thema Kiefernzapfen nähert und mit dem sie zeigen kann, wie präzise und geradezu mathematisch die Baupläne der Natur sind. Das Raumangebot reicht von Kindergruppen- und Multifunktionsräumen, einem Hortgruppenraum über Werkraum, Sanitär- und Hauswirtschaftsräumen, einer Küche bis zu einem Verwaltungsbereich. Bei der Innenausstattung bei Gebäuden für Kinder muss unendlich viel beachtet werden, dazu gehört in erster Linie der Einsatz garantiert emissionsfreier Materialien. Ein gelungener und schöner Ort für die Kleinen.

www.zwischenraeume.de

Fotos:

Lido Meneses

(Erschienen in CUBE München 01|21)

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