So macht Lernen Spaß
Ein heller Modulbau beschert einem Dortmunder Gymnasium moderne und flexible Lernräume
Der „Dortmunder Weg“ trägt Früchte: Zügiger Schulneubau und -sanierungen der Stadt führen zu Projekten, die durch Individualität und Flexibilität überzeugen und stets das Optimum für Lehrende und Lernende herausbilden. Das gilt auch für die Erweiterung des Max-Planck-Gymnasiums, die der Modulbauspezialist Alho in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro futur.drei realisiert hat.
In nur 40 Wochen Bauzeit konnte das Erweiterungsgebäude des Max-Planck-Gymnasiums seinen Nutzenden übergeben werden. Bei der Planung der Cluster-Schule stand im Fokus, die neu bebaute Fläche zugunsten des Schulhofs so klein wie möglich zu halten. Auf lediglich 1.130 m² Fläche entstand ein Neubau, dessen Verbindungsdach sowie breit angelegte Treppen- und barrierefreie Rampenanlage eine bauliche Brücke zum Bestandsgebäude bilden. Das neue Gebäude öffnet sich mit einem zurückspringenden Eingangsbereich, der durch einen kräftigen Farbakzent markiert ist, sowohl zum Schulhof als auch zum Bestandsgebäude. Vertikale Holzlatten, die teilweise über die Fenster und Balkone geführt werden, lockern in Kombination mit einer Grünfassade das Gebäude mit seinem naturnahen Charakter optisch auf. Mehr noch: Es strahlt wohltuende Ruhe und Entschleunigung aus. Durch den zentralen Innenhof dringt Tageslicht zudem tief ins Gebäude hinein. Das helle, offene Forum mit Kiosk-Café verbindet als Eingangsbereich das Atrium mit der Haupttreppe. Hier finden Lernen, Entspannung und Kommunikation auf großzügigen Flächen statt. Hinzu kommen im Erdgeschoss die Mediathek, Räume für die Streitschlichtung und die Schülerfirma sowie Beraterbüros. Im zweiten Obergeschoss befinden sich zwei Cluster, die unterschiedliche Klassenräume und Lernnischen umfassen. Einbauten aus Glas und Holz verbinden die Räume miteinander, stellen Sichtbeziehungen her und vermitteln in dem lichtdurchfluteten Gebäude eine angenehme Lernatmosphäre.
Das helle und zurückhaltende Ambiente wird durch Farbtupfer ergänzt, die sich vor allem in der Möblierung wiederfinden. Ein heller Blauton und strahlendes Weiß wiederum kennzeichnen die Sanitärräume, die sich durch ein freundliches und helles Erscheinungsbild auszeichnen. Im dritten und obersten Geschoss befinden sich die Fachräume für Kunst, Musik und Technik samt davor verorteter Ausstellungsflächen sowie Nebenräume und Lager. Jedes Detail ist durchdacht und folgt einem Zweck: So fördern Differenzierungsräume und Team-Stationen den intensiven Austausch zwischen Lehrer- und Schülerschaft. Balkone werden ebenso zu erweiterten Lernorten, während die Dachterrasse Raum zum Gärtnern, für Zeichenkurse oder zum Proben im Freien bietet.
Fotos:
Markus Steur
www.steur.de
(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 04|25)
