Wie aus Bauklötzen gefügt

Eine Kita in Bonn besticht durch ihre auf den Ort abgestimmte und doch modulare Konzeption

IMG_3058u-ber_19_700pixel

Eines der größten Neubaugebiete der Bundesstadt liegt im Norden von Bonn-Beuel. Am Rande des Wohngebietes entstand auf einem unbebauten Grundstück die neue vierzügige Kita Rheindampfer. Das im elementierten Holzbau von rheintreuearchitekten aus Köln entwickelte Gebäude besticht nicht nur durch den hohen, die Bauzeit deutlich verringernden Vorfertigungsgrad. Die Gebäudestruktur, die ein Abbild der inneren Gruppenstruktur ist, ordnet sich zudem auch angenehm in die umliegende Bebauung sowie Feld- und Wiesenlandschaft ein. 

Grundlage der Planung war ein modulares Konzept mit festgelegten Raumfolgen, die es der städtischen Bauverwaltung erlaubt, schnell auf den Kita-Bedarf zu reagieren. Für die Architektur der eingeschossigen Kindertagesstätte wurde das zum Stilmittel: Gleichsam „Rücken and Rücken“ sind die Gruppenbereiche in einzelnen Gruppenhäusern aufgereiht, die sich mit ihren innen und außen deutlich ablesbaren Pultdächern – zusammengesetzten Bauklötzen ähnlich – zu einem Ganzen fügen. Die rhythmisch gereihte Giebelhausstruktur, die von einer unbehandelten Lärchenholzfassade nach außen artikuliert wird, spiegelt dabei die Körnung der umgebenden Einfamilienhaussiedlung wider. 

Zentrales Element ist im Inneren ein großer Spielflur: Als Querverbindung erschließt er die einzelnen Gruppen- und Differenzierungsbereiche, bietet zugleich aber auch ausreichend Platz zum gemeinsamen, auch gruppenübergreifenden Spielen. Die Gruppenräume sind freundlich und hell gestaltet. Durch die großzügig verglasten Abschnitte und punktuellen, spielerisch versetzten Fensteröffnungen gelangt viel Tageslicht in die Räume. Auf abgehängte Decken wurde bewusst verzichtet: Die Kombination von Gipsputz, Holz und Linoleum erzeugt eine warme, offene Atmosphäre. An die Gruppenräume schließt direkt die Außenterrasse an, die teilweise überdacht ist. Die Höhenunterschiede zu den tiefer gelegenen Sandspielflächen werden durch bespielbare Mauern oder modellierte Fallschutzflächen ausgeglichen. Sie sind mit Holzspielgeräten für unterschiedliche Altersgruppen bestückt. Rasenflächen mit Gehölzen und Solitärbäumen bilden weitere Spielbereiche. Nachhaltigkeit spielte sowohl beim Energiekonzept als auch den Materialien eine übergeordnete Rolle: Alle verwendeten Baustoffe sind sortenrein trennbar und recycelbar. Auf fossile Wärmeerzeuger wurde bewusst verzichtet und eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Fußbodenheizung und einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung eingesetzt.

www.rheintreue.net

Fotos:

Patrik Prior

(Erschienen in Frankfurt 01|22)

Architekten:

rheintreuearchiteken
www.rheintreue.net

Außenanlagen:

Lill + Sparla
www.lill-sparla.de

Tragwerksplanung:

Peter Kraemer
www.kraemer-statik.de

Heizungstechnik:

R.Braun + Sohn
Telefon: 02241 252290 

Sanitärtechnik:

Alex Schmickler 
www.schmickler-bonn.de

Lüftungstechnik:

abi
www.abi-juelich.de

Mess-, Steuerungs-, Regelungstechnik:

EES
www.engels-schmitz.de

Elektrotechnik:

Löbach
www.loebach.de

Innentüren:

Tischlerei Berg
www.tischlerei-berg.de

Decke, Schallabsorber:

Linden
www.stuck-linden.de

Malerarbeiten:

Füssenich
www.fuessenich.de

Sanitärtrennwände:

Schäfer Trennwandsysteme
www.schaefer-trennwandsysteme.de

Oberlichter:

Velux
www.velux.de

Nothing found.

Wohnraum durch Wandel

Verblüffende Metamorphose – vom „Diskreten Haus“ zum mehrgeschossigen Wohnhaus

Nachhaltig mit Konsequenz

Ein Klimaunternehmen setzt auf Flexibilität und wiederverwendbare Materialien

Hanseatische Identität in gebranntem Ton

Die Renaissance der Klinkerarchitektur

Bewahrt durch Wandel

Sanierung als Statement moderner Wohnkultur: lichtdurchflutet, offen, elegant

Nothing found.

_DSF6297_15_700pixel

Glasperlenspiel für Heimkehrer

Der Opal-Tower in Mülheim empfängt mit wechselnden Licht- und Farbanmutungen

214_bkm_mensa_khm-C-ivo_faber_03_19_700pixel

Raum für Aktionen

Der rund 70 m² große Raum wurde in eine moderne Cafeteria mit hoher Aufenthaltsqualität verwandelt.

CM-1846-088_15_700pixel

Urbaner Monolith

Ein Mehrparteienwohnhaus südlich von Köln wird zur skulpturalen Landmarke

Möbel mit Vorleben

Bei Reditum trifft Nachhaltigkeit Design und Funktion

31-Haus-Lejsek-Aussen-Garten_15_700pixel

Minimalistisch mit der Sonne

Ein Einfamilienhaus bietet für ein kleines Budget viel Effizienz und Wohnqualität

Kontraststarke Metamorphose

Eine Kirche wurde behutsam und effektvoll zugleich zum Kolumbarium umgestaltet

Ein Gefühl von Freiheit

Großzügige Villa mit hohem Nachhaltigkeitsanspruch

3_Villa-G-Salon_15_700pixel

Farbklänge für die Kunst

In einer Kunstsammlervilla treten die Räume mit den Werken in einen Dialog