Räume für Veränderung
Ein Agrarhandelsunternehmen setzt auf mehr Flexibilität und Kommunikation im Kölner Süden
Der ehemalige Bürostandort der Raiffeisen Waren-Zentrale AG (RWZ) am Kölner Hauptbahnhof entsprach nicht mehr den Anforderungen an eine zeitgemäße Bürowelt. Die Verlagerung des Unternehmenssitzes an die Bonner Straße in die Reiterstaffel Offices markierte den Auftakt für eine konsequente Neuausrichtung des Bürokonzeptes. Der Düsseldorfer Immobiliendienstleister pro m² hat für mehr als 320 Mitarbeitende eine flexible Arbeitswelt geschaffen, die den Wandel von Arbeitsstrukturen und Tätigkeitsprofilen abbildet und die CI-Werte eines der führenden deutschen Agrarhandelsunternehmen konsequent in den Raum übersetzt.
Der Wandel von einem Unternehmenssitz mit vielen Einzelbüros und hohem „Verzimmerungsgrad“ hin zu einer modernen Bürokonzeption mit flexibel nutzbaren Raumstrukturen und offenen Kommunikationswegen ist mehr als eine räumliche Veränderung; er markiert eine kulturelle Transformation. Um gewohnte Strukturen hinter sich zu lassen, wurde zunächst der intensive Dialog mit der Belegschaft gesucht: Eine fundierte Nutzerbedarfsanalyse mit persönlichen Interviews und Workshop-Formaten half, die spezifischen Anforderungen und Arbeitsweisen der Mitarbeitenden zu eruieren und zu analysieren. Aufbauend darauf wurde ein individuell auf das Unternehmen abgestimmtes, modernes Büroraumkonzept entwickelt, das offene Strukturen mit geschlossenen Büroeinheiten flexibel kombiniert. Die nach dem Activity-Based-Working-Konzept gestaltete Bürolandschaft reduziert durch flexibles Desksharing den individuell genutzten Büroflächenbedarf. Gleichzeitig eröffnet sich die Möglichkeit, mehr Flächen für sozialen und informellen Austausch zu gewinnen: Im Erdgeschoss des neuen Bürostandortes bietet sich dafür die großzügige Cafeteria an, die direkt an das offen gehaltene Foyer anschließt. Aber auch auf den oberen Büroetagen finden sich jeweils in den Mittelzonen angeordnet kleine „Marktplätze“, die der Kommunikation der Belegschaft dienen. Zugleich gibt es Bereiche, die Rückzugsmöglichkeiten für konzentriertes Arbeiten und Meetings bieten – neben klassischen Büroräumen auch kleine Gesprächszellen, die als „Häuser im Haus“ individuell gestaltet wurden. Konsequent klingt die landwirtschaftliche, auf Naturressourcen basierende DNA des Unternehmens in der Innenarchitektur der neuen Räumlichkeiten an: Holzoberflächen und weitere Naturmaterialien verleihen den Räumlichkeiten eine warme Atmosphäre. Naturfarben werden als Akzente zu neutralen Basistönen gesetzt und erzeugen im Zusammenspiel mit verschiedenen Pflanzen ein Gleichgewicht zwischen Corporate Identity und Branchenbezug.
Fotos:
Jan Kaiser
www.jankaiser.eu
(Erschienen in CUBE Köln Bonn 01|26)

