Autofrei und am Wasser

Das neue Wohnquartier „Vierzig549“ in Heerdt schreitet weiter voran

3288_44_DS_15_700pixel

Der Stadtteil Heerdt, insbesondere die vormals industriell genutzte Zone südlich der Hansaallee, durchläuft seit Jahren einen städtebaulichen Wandel. Die ehemals durch die Firmen Schiess und Impress genutzten Industriegrundstücke zwischen Hansaallee und Willstädter Straße im Süden und Böhlerstraße im Westen transformieren sich mehr und mehr zu einem attraktiven Wohnquartier. Grundlage der Neubebauung des Quartiers „Vierzig459“ bildet ein Masterplan, mit dem 2013 das Planungsbüro nps tchoban voss in Zusammenarbeit mit JKL Landschaftsarchitekten aus Georgsmarienhütte den städtebaulichen Wettbewerb für sich entscheiden konnte. prasch buken partner architekten, die sich 2015 aus dem Hamburger Architekturbüro nps herauslösten, entwickelten das Projekt weiter und übernahmen in den vergangenen Jahren zudem die Gebäudeplanung einzelner Baufelder. 

 

Das heterogene Nutzungsumfeld, das neben dem Wohnen auch eine Reihe von gewerblichen Nutzungen vorsieht, veranlasste die Architekten das neue, 12 Hektar große Wohnquartier im Masterplan als Insellage zu definieren. Daraus entwickelte sich die städtebauliche Idee eines zentralen Parks mit einer weitläufigen Wasserfläche, die sowohl attraktive, identitätsstiftende Außenräume schafft, als auch der bei Starkniederschlägen so wichtigen Regenrückhaltung dient. Die vier Wohngebiete gruppieren sich zu beiden Seiten des Parksees und einer neuen Erschließungsstrasse. Mehrere winkelförmig gefügte, maximal sechsgeschossige Geschosswohnungsbauten bilden dabei geöffnete Blockränder aus. In den Innenbereichen wurden jeweils drei-bis fünfgeschossige Reihen- und Stadthäuser arrangiert. Neben einer Gliederung in Blöcke und Teilquartiere entsteht so eine Abschirmung mit ruhigen autofreien Innenbereichen, die Fußgänger:innen und Radfahrenden vorbehalten und vom Autoverkehr freigehalten sind. Stellplätze sind überwiegend in Tiefgaragen untergebracht bzw. für den gewerblichen Kunden- und Büroverkehr in einer im südöstlichen Bereich des Planungsgebietes situierten Quartiersparkgarage. Eine fünfzügige Kita fügt sich an den Seepark an. Entlang des diagonal durch das Areal geführten „Broadways“, der vom Kino an der Hansaallee bis zur Willstädter Straße führt, sind Nahversorgung sowie Geschäfte, Cafés und Restaurants in den Erdgeschossen geplant. Die oberen Etagen der Gebäude sollen ebenfalls Wohnungen und weitere Dienstleistungsnutzungen aufnehmen. An der Schnittstelle von Seepark und „Broadway“-Diagonale sieht der Masterplan schließlich ein dreizehngeschossiges Wohnhochhaus als prägnanten Auftakt des Quartiers vor. Seit Mitte des Jahres 2016 wird die Planung in fünf Bauabschnitten in einem Joint Venture von Die Wohnkompanie NRW und Bauwens Development umgesetzt. Der erste von fünf Bauabschnitten mit insgesamt rund 1.400 Wohneinheiten umfasste vier Baublöcke mit ca. 350 Wohnungen: Vier versetzt angeordnete Kubenpaare werden dabei von vier- bis maximal fünfgeschossigen Gebäuderiegeln eingerahmt. Der fließende Innenhofbereich des Wohngebietes dient dabei der internen Erschließung, aber auch als Spielplatz und Rückzugsraum für die Anwohner:innen. Mit den Baufeldern 2.6, 2.7 und 2.8 haben pbp Architekten den ersten Bauabschnitt auch architektonisch mit insgesamt über 190 Wohneinheiten mitgeprägt. Dabei wurde die für das ganze Planungsgebiet verbindlich erarbeitete Gestaltungssatzung „harte Schale und weißer Kern“ in den Fassaden umgesetzt. So sind alle nach außen gerichteten Wandbereiche als Klinkerriemchenfassaden ausgebildet, wohingegen die zum Innenhof orientierten Bereiche als helle Putzfassaden mit Farbakzenten geplant sind. Die als Solitärbau konzipierte Quartiersgarage wurde ebenfalls nach Plänen des Hamburger Architekturbüros umgesetzt: Sie ist als Großgarage mit 670 Stellplätzen und einer Erdgeschossnutzung durch zwei Einzelhandelsflächen ausgebildet. Um die unterschiedlichen Funktionen ablesbar zu machen, wurde das Erdegeschoss in Backstein, die Parkhausfassade aber mit einer Lamellen- und Streckmetallstruktur versehen, die zugleich für den notwendigen Schallschutz und die Belüftung sorgt.

www.pbp.hamburg

Fotos: 

Daniel Sumesgutner
www.sumesgutner.de

Die Wohnkompanie NRW/krischerfotografie
www.krischerfotografie.de

(Erschienen in CUBE Düsseldorf 02|23)

 

Nothing found.

Harmonische Nachverdichtung

Aus Platz für eine Familie wird Wohnraum für fünf Parteien

Zeit für Wandel

Ein etablierter Bürostandort wird in ein Innovationscenter transformiert

Licht, Holz und Raum

Die Revitalisierung eines Bestandsgebäudes in Neuperlach schafft neue Arbeitswelten

80 Jahre Gestaltungskompetenz

Jab Anstoetz blickt auf eine außergewöhnliche Unternehmensgeschichte

Nothing found.

Nachhaltig mit Grünanbindung

Nachhaltig mit Grünanbindung

Eine Kita in Düsseldorf-Flehe nutzt ein ehemals versiegeltes Grundstück im Ulenbergpark

Nachhaltige Metamorphose

Aus einem Showroom-Center in Golzheim wird ein elegantes Bürogebäude

01_19_700pixelzyt7cn7i2vC8F

Kontrastreiche Räume

Weite Ausblicke und vielfältige Gartenbereiche prägen eine Villa am Hang

Bentley-Bentayga-Hybrid-09_19_700pixel

Willkommen in der Zukunft

Mit dem EXP 100 GT und dem Bentayga Hybrid zeigt Bentley den Weg in die E-Mobilität

sopranadesign_3_15_700pixel

Schönes für jeden Tag

Petra Hilpert fertigt in ihrer Keramikmanufaktur feine Unikate und Kleinserien

mo-office-III-13_10_700pixel

Aller guten Dinge sind drei

Architekturbüro setzt dritte Büroerweiterung im historischen Vierkanthof um

KRESINGS_SOS_NilsKoenning_6_15_700pixel

Gebaute Teilhabe

Das neue SOS-Kinderdorf in Garath besticht durch seine Gemeinschaftsflächen

Skulpturales Tor zum Kirchberg

Ein neues Pfarrzentrum in Monheim stärkt den Bestand