Planschen im Baudenkmal

Hamburgs geliebte Schwimmoper wurde auf höchstem technischen Niveau saniert

Als einer der größten Schalenbauten Europas ist die Alsterschwimmhalle nach einem Entwurf der Architekten Horst Niessen, Rolf Störmer, Walter Neuhäusser und des Ingenieurs Jörg Schlaich ein Wahrzeichen der Hamburger Nachkriegsmoderne. Das Betonschalendach aus zwei hyperbolischen Paraboloidschalen, die von drei Stützfüßen getragen werden, erinnerte die Hamburger:innen damals an die Oper in Sydney – und wird seitdem liebevoll „Schwimmoper“ genannt. Nun wurde der Bau durch das Architekturbüro Gerkan Marg und Partner umfassend saniert, umgebaut und erweitert.
 
Das spektakuläre Schalendach, der riesige Innenraum mit dem 50-Meter-Becken und die Fassadenkonstruktion wurden erhalten. Gleichzeitig wurden die Sporteinrichtungen erstmals zusammenhängend neugestaltet, um zeitgemäße Angebote ergänzt und die Wasserfläche um rund ein Viertel vergrößert. Ursprünglich als Wettkampfstätte errichtet, entwickelte sich die Schwimmhalle über die Jahre zu einem stark frequentierten Freizeit- und Familienbad. 2014 duskutierte man aus Kostengründen einen Abriss und Neubau. In Kooperation mit dem Ingenieurbüro Schlaich Bergermann Partner (sbp) erstellte gmp eine Machbarkeitsstudie, die zur Entscheidungsgrundlage für den Erhalt und die Sanierung wurde. Der Denkmalschutz des spektakulären Daches spielte dabei eine Schlüsselrolle. Auf einer Grundfläche von 4.500 m² schwingt es sich – nur 8 Zentimeter dünn, von drei Diagonalstützen gehalten – an den Spitzen 24 Meter weit in die Höhe. Zwei der drei Stützenfundamente sind durch ein Zugband unterhalb des Schwimmbads verbunden. Mit Spannweiten von bis zu 96 Metern zählt das Dach bis heute zu den weltweit größten seiner Art. Es war eine große Herausforderung, Teile des alten Schwimmbads abzureißen und neu zu bauen, ohne dabei das bestehende Dach zu verändern oder durch die Bauarbeiten zu sehr zu erschüttern. Das Zugband zwischen den Fundamenten durfte nicht berührt werden und wurde während der Bauarbeiten ständig überwacht. Seit der Sanierung schützt z. B. ein neues Kathodisches Korrosionsschutzsystem das Dach mit Schwachstrom gegen Schäden durch Feuchtigkeit und ein neu entwickeltes Teleskopkolben-Auflager gleicht als beweglicher Anschlusspunkt zwischen Fassade und Dach Schwingungen aus. Unter Wahrung der Balance zwischen Erhalt, funktioneller Umgestaltung und Nutzungsanpassung der Schwimmhalle wurde ihre bauliche Identität erhalten; Nutzung und Betrieb sind für die Zukunft gesichert.

www.gmp.de

Fotos:

Marcus Bredt
www.marcusbredt.de

(Erschienen in CUBE Hamburg 01|24)

Nothing found.

Spektakulär in Szene gesetzt

Ferienhausensemble schafft Erlebnisort für Motorsportbegeisterte, aber auch für Erholungssuchende

PLASTISCH eingefügt

Plastisch eingefügt

Eine Wohnanlage in Nippes vermittelt zwischen Straße und Stadtrandgrün

DEN BESTAND NEU ERZÄHLEN

Den Bestand neu erzählen

Ein Bungalow wird behutsam aufgestockt, neu geordnet und minimalistisch gestaltet

HH_0425_AndLichtdesign für eine Galerie

Lichtdesign für eine Galerie

Zeitgenössische Kunst trifft jahrhundertealte Architektur

Nothing found.

RPKDEU1_167_210_700pixel

Eine Perle in zweiter Reihe

Glückliche Fügung für den Traum vom Familiendomizil

Modern und funktional

Das minimalistische Satteldachhaus bietet einer Familie viel Platz und hohen Komfort

Maßvoll und selbstbewusst

Der Schulneubau bildet mit dem denkmalgeschützten Altbau eine harmonische Einheit

W1510C2455_22_700pixel

Jetzt läuft es richtig gut

Deutliche Umsatzsteigerung nach Store-Neugestaltung

Subtil eingefügt

Subtil eingefügt

Büroneubau reagiert mit Präsenz und Dialogbereitschaft auf den Kontext der City Nord

Welche Farbe hat das Wasser?

Balance zwischen Abwechslung und Wiederholung in der Jenfelder Au

home2_messegesamt816

Die Messe für Ihr schönstes zuhause

home² 2022 – Die Messe für Ihr schönstes Zuhause

04_2493_200711_LEISKA_3544_10_15_700pixel

Arbeiten in der Altstadt

Modernes Kontorhaus im historischen Zentrum fertiggestellt