Alt und Neu im Dialog

Das deutsche Schloss- und Beschlägemuseum in Velbert wurde erweitert

Nachtaufnahme-Geba-ude_oben_c-Frankreiter_gestreckt_15_700pixel

Es ist das weltweit einzige wissenschaftlich geführte Museum für Schließ- und Sicherheitstechnik und stellt rund 1.000 Exponate aus. Jetzt wurde das Deutsche Schloss- und Beschlägemuseum von der Stadt Velbert unter Federführung des Architekten Karsten Fangmann um einen Neubau erweitert. Dieser fügt sich in prominenter Innenstadtlage selbstbewusst und mit dem nötigen Respekt vor der vorhandenen Bebauung in seine Umgebung ein. Mit der denkmalgeschützten Villa Herminghaus bildet er eine Einheit, ohne diese zu dominieren, und auch gegenüber dem vorhandenen Einkaufszentrum zeigt er starke Präsenz.

Das Museum besteht aus drei Gebäudekörpern: Die in Abstimmung mit dem Denkmalamt sanierte Jugendstilvilla, ein barrierefreier und bewusst niedrig gehaltener Zwischenbau mit Technik- und Sanitärräumen sowie der sich anschließende Neubau. In diesem befinden sich das Eingangsfoyer, welches auch als Veranstaltungsbereich genutzt werden kann, sowie die Dauerausstellung. An dem Entwurf spiegelt sich die Historie und Gegenwart Velberts wider. Während die Villa einst einem hiesigen, in der Schloss- und Beschlägebranche tätigen Fabrikanten gehörte, steht die neue Ausstellungshalle für die Gegenwart und die aktuellen Firmen der Schloss- und Beschlagindustrie in Velbert. Dieser Bezug wird insbesondere durch die Fassadengestaltung sichtbar, deren Halle mit gebürsteten und der Zwischenbau mit umbragrau lackierten Aluminiumtafeln verkleidet wurde.

Innen wurde das Prinzip der Werkhalle umgesetzt. Beispiele hierfür sind die Verwendung von einfachen Materialien, wie etwa der mit Epoxidharz beschichtete Estrich, wie er in Gewerbehallen gerne verwendet wird, sowie zusätzlich in den Epoxidharz eingelassene stilisierte Schlüssel. Auch die Sichtbetonwänden und die nicht versteckte Technik in Form von unverkleideten Kabelbühnen und Lüftungskanälen spiegelt dies wider. Ein ins Auge fallende Detail ist eine aus sieben historischen Drahtkörben gefertigte Hängeleuchte, die als Lichtobjekt im Foyer hängt. Die Verkleidung des geschwungenen Empfangstresens wiederum greift das Fassadenmaterial auf. Von hier aus werden die Besucher chronologisch durch die Ausstellung geführt. Die Ausstellungswände sind Sonderanfertigungen und wurden in Form von Häusern erstellt. Sie repräsentieren mit den entsprechenden Exponaten die jeweilige Epoche. Der die „Häuser“ verbindende Bodenbelag dient als Wegweiser und zur Orientierung.

Der Museumsplatz, der auch für Museumsfeste genutzt werden kann, wird über zwei Wege erschlossen: Ein Stahlsteg vom Panoramaradweg aus sowie ein gepflasterter Weg von der Innenstadt aus. Alte Platanen blieben erhalten, hinzu kamen Beete, die die horizontale Gliederung der Neubaufassade aufgreifen.

www.schlossundbeschlaegemuseum.de

Fotos:

Maren Frankreiter/Stadt Velbert

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 01|22)

 

Nothing found.

Ein modernes Landhaus

Das maßgeschneiderte Zuhause einer Familie vereint Design und Behaglichkeit

Drei in Einem

Drei in Einem

Neuer Showroom bringt Marke, Mensch und Material in Einklang

Modern und zukunftsfähig

Ein Mehrfamilienhaus in Duisburg setzt neue Maßstäbe für selbstbestimmtes Wohnen im Alter

Familien im Fokus

Familien im Fokus

Ein Neubau erfüllt die Anforderungen an Kurzzeitwohnen für Kinder mit Hilfebedarf

Nothing found.

WIEH-01_15_700pixel

Ganz schön schräg

Ein Einfamilienhaus im Spannungsfeld von Strenge und Leichtigkeit

Aussen_Luftbild_15_700pixel

„Das schwarze Schaf“

Modernes Wohnen im charakterstarken Einfamilienhaus mit unverbaubarem Blick

Grünes Werk vollendet

Das südliche Areal des Krupp-Parks in Essen wurde kürzlich fertiggestellt

HILD-2_19_700pixel

Frisch herausgeputzt

Ein erhaltenswertes Gebäudeensemble wurde behutsam modernisiert

Markantes Ensemble

Ein Neubau komplettiert das moderne Stadtquartier „Duisburger Freiheit“

1185_JL_0438_edit3_15_700pixel

Zeitgenössischer Nutzungsmix

Das Basecamp steht für die Transformation der Dortmunder Innenstadt