Offen und doch geschützt

Ein Mehrfamilienhaus in Sülz bietet viel Tageslicht und attraktive Außenbereiche

Eigentlich wollten die beiden Eigentümerinnen die einander benachbarten Mehrfamilienhäuser in attraktiver Nähe zur Kölner Uniklinik nur sanieren lassen. Das mit einer Machbarkeitsstudie beauftragte Kölner Büro achenbach architektur stellte allerdings fest, dass die geplante Sanierung unwirtschaftlich und in den bewohnten Gebäuden nicht durchführbar sein würde. Stattdessen wurde ein Neubau geplant, der sich zur Straße offen gibt, ohne dabei das Bedürfnis der Bewohner:innen nach Privatsphäre zu vergessen.

Beide Grundstücke sollten zu einem Baugrundstück vereinigt werden, um eine größtmögliche vermietbare und in der Wohnqualität hochwertige Fläche zu schaffen. Das Wohnhaus sollte zudem energieeffizient konzipiert und in seiner Fassadenansicht nach außen ansprechend sein. Da für das Grundstück kein B-Plan existierte, musste der Neubau sich nach §34 BGB an der Höhe der Nachbarbebauung orientieren und in das Ortsbild einfügen. Zur Leitidee für den Entwurf des dreigeschossigen Gebäudes mit Staffelgeschoss und einer Tiefgarage wurden die terrassenförmig angeordneten Außenbereiche, die viel natürliches Tageslicht in die insgesamt dreizehn Wohneinheiten fließen lassen. Die Privatsphäre der Einzimmer- bis Vierzimmer-Maisonettewohnungen auf der obersten Etage bleibt dabei jedoch gewahrt: Den überdachten Terrassen und Balkonen vorgelagerte Schiebelemente aus Lochblech sorgen dafür, dass die Einblicke flexibel kontrolliert und die überdachten Außenbereiche verschattet werden können. Ansonsten sorgen den Fenstern vorgelagerte, textile Zip-Screens in den warmen Monaten für ausreichenden Hitzeschutz in den Wohnungen. Die symmetrisch strukturierte Fassade mit zentralem Eingang ist als Putzfassade ausgeführt worden, allein an den Terrassenbereichen setzen dunkelgrün lasierte Keramikplatten plastische Farb- und Materialakzente. Um das ruhige Fassadenbild nicht zu stören und die Ausblicke zu optimieren, wurden die Balkonbrüstungen mit Glaselementen ausgeführt. Der Aufzugsschacht ist in unempfindlichem rauem Sichtbeton realisiert.

In den öffentlichen Bereichen von Flur und Treppenhaus schützt eine robuste Tapete, die auch im Schiffsbau Verwendung findet, vor Beschädigungen. Eichenholzparkett verleiht den Wohnungen einen warmen, freundlichen Grundton – mit Ausnahme der Sanitärbereiche, wo Feinsteinzeug als Bodenbelag ausgewählt wurde. In den beiden großzügigen Maisonettewohnungen auf der obersten Etage wurden die bauseitig integrierten Einbauküchen mit hochwertigen Natursteinplatten ausgeführt. Energetisch punktet das Gebäude mit begrünten Dächern, einer Beheizung mit Luft-Wasser-Wärmepumpen und einer dezentralen Warmwasseraufbereitung.

www.achenbach-architektur.de

Fotos:
Philip Achenbach

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 03|24)

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