Nachhaltig und wertschätzend

Das neue Gebäude der Tafel Duisburg wurde funktional und kostengünstig geplant

Nachdem das Gebäude der Tafel Duisburg Ende 2018 durch einen Brand zerstört worden war, endete die langjährige Suche nach einem neuen Standort wieder am ursprünglichen Grundstück in Wanheimerort. Hier stellten sich die Grundstücksgröße von rund 1.500 m² und die wirtschaftliche Umsetzbarkeit letztlich am geeignetsten dar, um die Tafel, die derzeit von rund 4.800 Duisburger:innen genutzt wird, neu zu errichten. Das Duisburger Büro Druschke Architektur unterstützte die Tafel von Beginn an sowohl bei der Standortsuche als auch bei allen Planungsfragen. Allerdings sollte es noch bis 2023 dauern, bis die Finanzierung gesichert war und der Bauantrag gestellt werden konnte. Dirk Druschke erinnert sich an die dynamischen Prozesse: „Wir haben flexibel ge- und umgeplant und vorhandene Bestandsmöbel sowie Unvorhergesehenes lösungsorientiert berücksichtigt. So konnte das Gebäude bereits zehn Monate nach dem Spatenstich eröffnet werden.“

Das neu angelegte Gelände mit barrierearmen Zugang wird von einem Stabgitterzaun und Hecken eingefasst. Über einen einladenden Vorplatz gelangt man zum eingeschossigen, mit nordischer Fichte ummantelten Kubus, der hinter großen Bestandsbäumen platziert ist und dessen Form nur durch den zurückspringenden Eingangsbereich eingeschnitten ist. Dieser führt in einen hellen zentralen Flur, der alle Nutzungen inklusive WCs und Dusche erschließt. Der Hauptraum der Tafel, der mit abgependelten Linienleuchten versehene Speisesaal, ist zur Düsseldorfer Straße gerichtet und wird durch eine zweiflügelige Tür erreicht. Die Wände sind aus robusten unbehandelten OSB-Platten gestaltet, die Akustikdecken bestehen aus naturfarbenen Platten aus Holzwolle. Angrenzend sind die Küche und der Personalbereich verortet. Die Funktions- und Nebenräume befinden sich im rückwärtigen Gebäude, von wo aus auch die Anlieferung erfolgt.

Das zukunftsfähige Gebäude, mit seiner wichtigen Funktion als Ort der Wärme und Geborgenheit für die Bedürftigen, punktet auf vielfältige Weise: Es wurde als Holzbau errichtet und besitzt eine hinterlüftete Fassade. Die Holzrahmenkonstruktion und die Massivholzdecken, inklusive Einbauten wie Fenster und Steckdosen, wurden zeitsparend in einer Werkhalle vorgefertigt und anschließend schnell und mit wenig Beeinträchtigungen für die Nachbarschaft errichtet. Das Dach ist begrünt und es wurden eine PV-Anlage sowie eine Luft-Wasser-Wärmepumpe installiert. Im Vergleich zur klassischen Bauweise mit Kalksandstein und Beton konnten rund 30 Prozent CO₂ eingespart werden.

www.druschke-architektur.de

Fotos:
Ralph Richter
www.gurkenland.de

(Erschienen in CUBE Ruhrgebiet 04|24)

Nothing found.

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Individualität im System

Grundschule verbindet Planungs- und Fertigungseffizienz mit zeitgemäßer Gestaltung

Harmonie mit Liebe zum Detail

Farbkonzepte und Kunstobjekte für ansprechende Praxisräume in Moabit

Nothing found.

a-Kleines-Grundstu-ck-Grosses-Haus-_10_700pixel

Ganz stark, das kleine Haus

In Bochum-Ehrenfeld wurde ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnliches Bauprojekt verwirklicht

Architektur mit klarer Linie

Zeitlos gestaltet, präzise ausgeführt und konsequent gedacht – innen wie außen

Im Dialog mit der Landschaft

Drei Mehrfamilienhäuser in Mülheim an der Ruhr spielen mit ihrer naturnahen Lage

Außen dunkel, innen hell

Modern interpretiertes Satteldach-Einfamilienhaus spielt mit Kontrasten und schrägen Flächen

JL23006-1368_15_700pixel

Nach oben erweitert

Aufstockung des Rheumazentrums Ruhrgebiet in Herne

Das Entrée zur Stadt

Ein Mehrfamilienhaus in Herne wirkt in seiner Umgebung wie ein Solitär

kplus_konzept_Vivawest_Nordstern_Bibliothek_15_700pixel

Agile Arbeitswelt

In spektakulärer Höhe befinden sich hier Kreativräume für kleine und größere Gruppen, die dem Austausch, der Wissensvermittlung und Vernetzung…

Der blaue Faden verbindet

Die neugestaltete Emscher-Promenade ist ein wichtiger Teil der blau-grünen Infrastruktur