Neuer Baustein im Ensemble

Büroarbeitsplätze, Besprechungsbereiche und Labor in historischem Kontext

3043_01_1_19_700pixel

Ein Schreinereigebäude mit freistehender Garage, das nicht mehr als solches genutzt wurde, schien prädestiniert für eine Erweiterung der Flächen eines Unternehmens für Tabak- und Nikotinprodukte. Bei näherer Prüfung zeigte sich jedoch, dass die Bausubstanz nicht gegründet und ungenügend für eine Sanierung war. Außerdem hatte sich das gesamte Gebäude abgesenkt. Daher galt es für Müller Architekten für die dringend benötigten Büroräume und einen Laborbereich der Forschungs- und Entwicklungsabteilung einen Neubau an der Stelle des abgebrochenen Altbaus zu entwickeln. 

In seiner Materialität und seinen formalen Charakteristika orientiert sich das neue zweigeschossige Gebäude mit Untergeschoss am historischen Bestand, zu dem auch das Hauptgebäude und ein Kutscherhaus gehören. Die Lochfassade, vertikalen Strukturen und Rundbögen über den Fenstern werden neu interpretiert, sodass ein zeitgemäßer Neubau mit Bezug zum Bestand entsteht. Die Außenhaut besteht aus Glasmosaik mit glänzender Oberfläche und die Rundbogenöffnungen sind mit Sandstein eingefasst. Auf dem Flachdach sind sowohl eine Photovoltaikanlage als auch eine Technikzentrale untergebracht, deren Verkleidung aus poliertem Edelstahl die Umgebung spiegelt. Auf diese Weise „verschwindet“ der technische Aufbau optisch. Das Nachhaltigkeitskonzept wird zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB), entwickelt. Im Erdgeschoss befinden sich an der Nordseite des Gebäudes Büroarbeitsplätze mit einem gemeinsamen Besprechungsbereich. Auf der Südseite ist ein Werkstatt- und Laborbereich integriert. Im Obergeschoss gibt es weitere acht Arbeitsplätze sowie einen Besprechungsraum. Sechs Mitarbeitende arbeiten im Open-Office-Bereich, zwei Führungskräfte in separaten Einzelbüros. Eine zweiläufige Treppenanlage verbindet die drei Geschosse, ebenso wie die Aufzugsanlage im Anschluss zum Flurbereich. Das Fluchttreppenhaus mit Aufzug ist brandschutztechnisch von den Büroräumen getrennt und dient als erster Fluchtweg. Der zweite Rettungsweg im Erdgeschoss erfolgt über einen direkten Ausgang ins Freie und im 1. Obergeschoss über Anleitern der Feuerwehr. Das Untergeschoss nimmt – neben dem Erschließungskern – ein Archiv, einen Sanitärraum und eine Technikzentrale sowie einen Umkleidebereich mit Duschen und Waschbecken auf. Das Fußbodenniveau im Erdgeschoss grenzt ebenerdig an die Anschlusshöhen des Zufahrtweges an, sodass ein barrierefreier Zugang gewährleistet ist. Ein schlichtes Grünkonzept umschließt den Neubau an drei Seiten. 

www.architekten-online.com

Fotos: 

Dietmar Strauß
www.dietmar-strauss.de

(Erschienen in CUBE Stuttgart 03|23)

 

Nothing found.

Durchdachter Wohnpark

Moderne Architektur und Stadtplanung gehen bei diesem Bauvorhaben in Bochum Hand in Hand

Unsichtbare Metamorphose

Ein Bungalow im Hahnwald wird zum großzügigen Familiendomizil mit Gartenausblick

Fassade als Markenbotschafter

Ein neues Entwicklungs- und Innovationszentrum in Halfing setzt einen architektonischen Meilenstein

Sinnlich ehrlich

Ein Einfamilienhaus in Mönchengladbach verbindet flexible Funktionalität mit klarer Ästhetik

Nothing found.

Funktional und ästhetisch

Neugestaltete Stadtbibliothek schafft identitätsstiftenden Raum für Kommunikation und Lernen

2021-07-21-swissfineline-referenz-villingen-kopp-drohne-00015_44_700pixel

Villa mit Weitblick

Sichtbeton, Gussasphalt und Glas lassen innen und außen verschmelzen

191220_big-foot-glass-sidetable_Alexander-Klein02_15_700pixel

Studio creative underdogs

Designstudio für Produkte, Möbel und Raumkonzepte

fabrinsky_haus_wiesloch_ansicht_s_700pixel

Präzise eingefügt

Ein Einfamilienhaus entwickelt sich mit besonderen Raumqualitäten zwischen zwei Betonwandscheiben hangaufwärts

haus_haug_ww_05_23_3_15_700pixel

Schmalhans

Ein Einfamilienhaus weiß die extremen Gegebenheiten des Grundstücks für sich zu nutzen

RH2580-0041_15_700pixel

Große Wohngemeinschaft

Ein ungewöhnlicher Hotelneubau in Metzingen spielt mit Wald und Kitz als Gestaltungsthema

Motiv-Modern_700pixel

Den ganz individuellen Stil leben

Dein Bad statt ein Bad – die neue Imagekampagne der REISSER AG

dasch-zu-rn-partner_Sebastian-Kittelberger_19x13cm_300dpi_700pixel

Fünf Fragen zum Thema Corona …

an Architekt Sebastian Kittelberger