Aus Liebe zu Porzellan

Marie Ballhause verbindet starke Farben mit ruhigen Formen

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Die gebürtige Stuttgarterin Marie Ballhause studierte Kommunikationsdesign an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Im Rahmen ihres Studiums belegte sie Kurse in der Keramikwerkstatt der Akademie und war sofort fasziniert vom Potenzial des Materials Porzellan. Beim Drehen an der Drehscheibe ist die Herausforderung groß: Porzellan ist sehr fein und lässt sich schwer in die gewünschte Form bringen. Zudem schrumpft es beim anschließenden Brennen deutlich mehr als Ton.

Was während des Studiums als Ausgleich zu ihrer Arbeit am Rechner begann, ist inzwischen zum Hauptberuf der Designerin geworden. 2020 gründete Marie Ballhause ihr eigenes Studio in einer Ateliergemeinschaft in Bad Cannstatt. Ihre Arbeiten zeichnen sich durch eine harmonische, starke Farbauswahl und ruhige Formen aus. Jedes Objekt soll sich ganzheitlich beim Anfassen gut anfühlen, daher sind die Böden ihrer Vasen, Becher und Bowls immer abgerundet, weich poliert oder sie besitzen einen abgedrehten Fuß. Das Porzellan wird vor dem Drehen mit Farbpigmenten eingefärbt und anschließend transparent glasiert. Zu ihren Arbeiten gehört u. a. die Becherserie Drip: Sie entstehen, wie alle Produkte der Designerin, nach koreanischer Drehtechnik an der Drehscheibe. Die bunten Becher sind in zwei Größen und in verschiedenen Farben erhältlich. Bunt kombinieren lassen sie sich mit Bowls in verschiedenen Größen – sie bieten je nach Größe Platz für Fingerfood, für das Frühstücksmüsli oder einen Salat. Ihre Liebe zu Porzellan gibt Marie Ballhause auch weiter: Wer Interesse hat, kann einen Drehkurs im Studio der Designerin buchen.

shop.marieballhause.com

Fotos:

Marie Ballhause
Fanny Engelhardt

(Erschienen in CUBE Stuttgart 04|21)

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