Asymmetrie in der Ebene

Hinter klaren Linien verbergen sich überraschende Details

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Eine große, weitläufige Ebene. Ein Grundstück, auf dem alles möglich ist. Dazu Bauherren, die einerseits offen für moderne Architektur sind und andererseits ihre neuen Nachbarn nicht verschrecken wollen. Auf diesem Feld entwickelte der Bornheimer Architekt Klaus Mäs eine weiße Villa, die mit ihrem asymmetrischen Satteldach die ortsübliche Formensprache aufgreift, ihr aber einen ganz eigenen Akzent gibt.

Das Haus nimmt sich seinen Platz, rückt ab von den Grenzen des großen Grundstücks, imponiert mit seinen glatten Flächen. Zur Straße hin schiebt sich der Kubus der Garage zwischen privaten und öffentlichen Raum. Seiner Größe zum Trotz sitzt das Haus wie auf einem Silbertablett auf einer Plattform, deren grauer Stein sich bis in das Hausinnere zieht. Dort ist er im Eingangsbereich und im Bad verlegt. Helles Holz und weiße Wände kontrastieren das Grau, verleihen dem Inneren des Hauses eine edle Note. Die Räume selbst entwickeln sich um einen Kern, der Treppenhaus und Garderobe beherbergt und an den sich auch die Küchenzeile der großen Wohnküche anschmiegt. Die imponiert mit ihrer Höhe, die sich über anderthalb Geschosse erstreckt. Dem fast sakralen Raum gibt der sichtbare Dachstuhl mit seinem hellen Holz eine wohltuende Atmosphäre. Der Höhe angemessen zieht sich der Küchenbereich wohlproportioniert über die gesamte Schmalseite des Hauses.

Auf der Gartenseite unterbricht der an die Hauswand gesetzte Kamin die langgestreckte Giebelhälfte. Die großen Fensterflächen scheinen das Dachgeschoss zu tragen, geben der Masse Leichtigkeit. Klar und geradlinig steht das Haus da, ohne offensichtlichen Dachüberstand. Und dennoch stülpt sich das Obergeschoss über die Terrasse und schützt sie sowie die Wohnräume vor zu großer Sonneneinstrahlung. Zudem lässt es sich hier auch bei Regen gemütlich sitzen.

Eine weitere Besonderheit des mit Smarthomefunktionen ausgestatteten Hauses befindet sich im Erdreich: ein Eisspeicher. Mithilfe einer Wärmepumpe wird hier der Wechsel des Aggregatzustands von Wasser zu Eis – und umgekehrt – für die Gewinnung der Heizenergie genutzt. Das nicht isolierte Wasserbecken des Eisspeichers darf nicht allzu tief in der Erde eingebaut sein. Sonneneinstrahlung dient ebenso wie warmer Regen zu seiner Regenerierung, das heißt dem Schmelzen des Eises. Das wiederum entsteht, wenn dem Wasser seine Wärmeenergie entzogen wird. „In Verbindung mit der über die gesamte Dachfläche verteilten Photovoltaikanlage erlangt der Bauherr eine gewisse Autarkie“, so Mäs.

www.klausmaes.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 01|20)

Architekten:

Klaus Mäs Architektur
www.klausmaes.de

Elektro:

Karl Elektrotechnik
www.karl-elektrotechnik.de

Heizung, Sanitär:

Metternich Haustechnik
www.metternich-haustechnik.de

Garten- und Landschaftsbauer:

Die Gartendesigner
www.die-garten-designer.de

Türen:

Gatzen Design
www.moebel-handel.com

Pool:

aquabonn Schwimmbadbau und Wellnessanlagen
www.aquabonn.de

Parkett:

Parkett Gschwendtner
www.parkett-gschwendtner.de

Metallbau (Garage):

Kaspers
www.kaspers.de

Küche:

Küchenstudio Krebs
www.krebs-kuechen.de

Fotos:

Philip Kistner
www.philipkistner.com

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