Harmonisch eingefügt

Eigenständig und individuell zeigt sich ein neues Einfamilienhaus im Alstertal

Sodenkamp_SZ_aussen_Strasse-mit-Radler_15_700pixel

Auf Empfehlung anderer Bauherren, für die Hatzius Sarramona Architekten bereits tätig waren, erhielt das Büro den Auftrag, ein neues Zuhause für eine vierköpfige Familie zu errichten. Diese wünschte sich ein Haus, das sich großzügig zum Garten öffnet sowie ein offenes Erdgeschoss ohne Türen beinhaltet. Darüber hinaus sollten auch drei Schlafzimmer, Sauna und Kamin untergebracht werden.

Das im Alstertal zur Verfügung stehende Grundstück ist für diese Gegend mit 449 m² eher klein und auch nicht sehr tief, bis zur rückwärtigen Grundstücksgrenze sind es nur 12 m. Zur besten Ausnutzung des Grundstückes entwickelten die Architekten ein L-förmiges Gebäude, um einen geschützten Gartenbereich zu schaffen. Das Haus mit zwei Vollgeschossen und einem Dachgeschoss steht nun direkt an der Baugrenze in der Flucht der umgebenden Einfamilien- und Doppelhäuser. Diese weitgehend homogene Bestandsbebauung stammt zumeist aus den 1920er-/1930er-Jahren und ist durch rotes Ziegelmauerwerk geprägt. Hieran sollte sich das neue Haus in Material und Form orientieren, dabei die Bauform jedoch neu interpretieren und hinsichtlich geänderter Bedürfnisse anpassen.

Mit viel Liebe zum Detail wählte das Büro die Materialien aus: Die Hauptfassade besteht aus einem rötlichen Wasserstrichbackstein im Dünnformat als Referenz an die Umgebung, aber eine Nuance heller – und leichter wirkend. Als Kontrast zum Mauerwerk und zur Gliederung des Gesamtvolumens wurde im Erdgeschoss skandinavisches Fichtenholz mit schwarzem Anstrich eingesetzt. Das Dach ist in einem matten roten Farbton eingedeckt, angelehnt an den Fassadenstein, um den Hauptbaukörper monolithisch erscheinen zu lassen. Dachrinnen, Abdeckungen und Schornstein sind aus Kupfer und greifen die Farbigkeit der Fassade auf.

Innen verleihen Fenster, Treppen und Einbauten aus Eiche den Räumen Wärme im Zusammenspiel mit der Materialität der Sichtbetonwände und des zementgebundenen Fußbodens. Die fugenlose Verarbeitung unterstützt das fließende Raumkontinuum des offenen Erdgeschosses, das mit der Küche sowie dem Wohn- und Essbereich das Zentrum des Familienlebens bildet. Im Obergeschoss sind zwei Schlafzimmer, das Bad und die Sauna angeordnet. Ein weiteres Schlafzimmer und ein Studio liegen im Dachgeschoss. Eine Teilunterkellerung nimmt einen Hobbyraum und die Technik auf. Insgesamt verfügt die Familie über 176 m² Wohnfläche, die über Erdwärme beheizt wird.

www.hatziusarramona.net

Fotos:

Samuel Zuder
www.samuelzuder.com
Jörn Kux

(Erschienen in CUBE Hamburg 02|22)

Nothing found.

WENIGER IST MEHR

Im „Club Zukunft Düsseldorf“ auf dem EUREF-Campus wird die klimaneutrale Stadt gestaltet

Wohnen im Komponistenviertel

Junges Wohnquartier in alter Nachbarschaft in Weissensee

Lichtdurchflutete Arbeitswelt

Hocheffizientes Bürogebäude in der Maxvorstadt

Gelungene Überführung

Der Umbau eines ehemaligen Wochenendhauses begeistert die Bauherrin

Nothing found.

0L8A8726_200702_Falkenried_Hamburg_Architekturfotografie_Jakob_Boerner_15_700pixel

Effektive Ausnutzung

Bauen im Bestand: Funktionale und ästhetische Lösung für eine Familienwohnung

WFA_Pagode_H-1_15_700pixel

Die Tradition des guten Bauens

Öffentliche Förderung und hochwertige Architektur kennzeichnen diese Wohnhöfe

01_sbp_credion_15_700pixel

Mehr Home als Office

Wertebewusstsein und zeitgemäße Arbeitswelt in schönster Harmonie

Lorichsstrasse_06_15_700pixel

Lebensraum Dach

Aus Trockenböden entstehen attraktive Wohnungen

Zwischen Tradition und Moderne

Im Parketthaus in Eppendorf begegnen sich Geschichte und Gegenwart

5_stilwerkhotels_heimhude_livingkitchen_kvadrat_kvadrat_thonet_astep_kpm_-c-_stilwerk_t-baermann_15_700pixel

Probewohnen mit Design

Im Hotel Heimhude lässt sich ein ganzer Designkosmos erleben

3331_211025_MB71_4534_pressp_15_700pixel

Ein Gewinn für die City Süd

Ein neues Bürogebäude belebt die City Süd in Hammerbrook