Vermittelnder Stadtbaustein

Doppelsporthalle mit Laubengang bildet ein neues Ensemble mit zwei Schulen

RH2788-0075_15_700pixel

Die Situation: Ein innerstädtisches, undefiniertes und offenes Eckgrundstück mit zwei angrenzenden Schulen in extremer Hanglage und eine Turnhalle, die den heutigen technischen und pädagogischen Anforderungen nicht mehr entsprach. Für die geplante Doppelsporthalle an dieser Stelle wurde 2015 ein Wettbewerb ausgeschrieben, den das Architekturbüro Glück+Partner mit einem hohen und kraftvollen Baukörper gewann. Aufgrund der extrem beengten Grundstücksverhältnisse ordneten die Architekten die beiden Sporthallen übereinander an. Der Baukörper rückt an die Baulinien der beiden Straßenräume, schließt sie sinnvoll und bietet den neuen Stadthäusern auf der anderen Straßenseite ein attraktives Gegenüber.

Ein Laubengang nimmt die Grenze der Schlossrealschule auf, bindet die neue Sporthalle in das bestehende Ensemble und fasst den Pausenhof räumlich ein. Der Laubengang dient dabei nicht nur als überdachter Vorbereich und wettergeschützte Verbindung, er mindert vor allem die abweisende Wirkung der hohen Beton-Stützmauer unter der Falkertschule. Sie wurde in den 1950er-Jahren mit der Schule gebaut, um am Hang mit einem Höhenunterschied von drei Geschossen eine ebene Fläche für das Gebäude und den Pausenhof zu schaffen.

Im Südosten des kubischen Baukörpers sind die beiden Hallenflächen, im Nordwesten die Nebenräume in einer viergeschossigen Raumspange untergebracht. Die Halle verfügt über zwei Hauptzugänge: Die untere Hallenebene, die auch als Aula für Schulveranstaltungen dient, ist auf dem Niveau des unteren Schulhofs angeordnet und damit barrierefrei an die Schlossrealschule angebunden. Auf der obersten Ebene des Nebenraumtrakts bindet ein Steg ebenfalls barrierefrei das Erdgeschoss der Falkertschule an.

Prägend an der äußeren Gestaltung ist die vorgehängte, hinterlüftete Betonfertigteilfassade mit ihrer horizontal gebänderten, teils sandgestrahlten, teils glatten Oberfläche. Sichtbeton ist sowohl außen als auch innen – ergänzt durch helle Holzoberflächen – das vorherrschende Material. Die äußeren Verglasungen der Doppelfassaden an der Längsseite und die mit Faserbeton verkleideten Lüftungsklappen an den Stirnseiten sind flächenbündig eingebaut. Sie unterstreichen die kubische Wirkung der Sporthalle. Im Luftraum der Doppelfassade ist ein witterungsunabhängiger Sonnen- und Sichtschutz integriert. Die Hybridlüftung ermöglicht eine mechanische Be- und Entlüftung mit effektiver Wärmerückgewinnung. Die Luft wird über Weitwurfdüsen eingebracht, ergänzt durch eine natürliche Querlüftung über Lüftungsklappen an den Stirnseiten.

www.glueck-partner.de

Fotos:

Roland Halbe
www.rolandhalbe.eu

(Erschienen in CUBE Stuttgart 04|20)

Nothing found.

Weite & Privatheit

Taunus-Villa vereint Dauerhaftigkeit und Klarheit bei konsequenter Reduktion der Materialien

Ideen in die Realität bringen

Der Architekt und Künstler Christian Heuchel über das „SechtM“ und die Herausforderungen eines Pilotprojektes in der Parkstadt Süd

Wohnraum mit Perspektive

Innerstädtisches Wohnhaus mit flexibler Struktur für konsekutive Nutzung

Nothing found.

Einprägsamer Rhythmus

Erweiterungsbau für Forschung, Praxen und Labore der Humangenetik zeigt sich offen und einladend

01-trt-ar_architekten_foto_ebener_19_700pixel

Im Geiste der Aufbruchsjahre

Umbau und Erweiterung eines Verwaltungsgebäudes der 1950er-Jahre zu einem nachhaltigen Ensemble

haus_haug_ww_05_23_3_15_700pixel

Schmalhans

Ein Einfamilienhaus weiß die extremen Gegebenheiten des Grundstücks für sich zu nutzen

AMUNT_064_JustK_100604005_25_700pixel4lRtMPecP09Tv

Weniger ist mehr

Ungewöhnliches Wohnhaus am Hang mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Suffizienz

inspirierende Arbeitsumgebung

Inspirierende Arbeitsumgebung

Innovatives Coworking im KI-Campus

So viel Holz wie möglich

Ökologisch und langlebig geplanter Gewerbebau vereint alle Unternehmensfunktionen

Willkommen in der Neuzeit

Eine Doppelhaushälfte am Killesberg aus den 1980ern wurde komplett transformiert