Monolithischer Blocksolitär

Das neue LVR-Verwaltungsgebäude in Deutz setzt auf eine feingliedrige Fassade aus Sichtbeton

LR3103-26_19_700pixel

Das Deutzer Hafenviertel erlebt in den kommenden Jahren eine grundlegende Transformation: Der industriell geprägte Bereich wird sukzessive zu einem lebendigen Quartier umgewandelt. An der Simonstraße zeigt sich einer der ersten Pionierbauten: Im Auftrag von Lucks Immobilien hat das Kölner Büro Format Architektur für den Landschaftsverband ein sechsgeschossiges Bürogebäude mit Tiefgarage, Empfang und Betriebsrestaurant geplant und ausgeführt.

Das Gewerbegebiet rund um den Deutzer Hafen ist durch eine deutliche städtebauliche Diversität bestimmt. Es finden sich in Teilbereichen sowohl eine geschlossene Blockrandbebauung als auch unterschiedliche großformatige Solitäre. Das Baufenster des Grundstückes war durch eine im Bebauungsplan festgelegte Grünfläche vorbestimmt. Der von den Architekten entworfene Baukörper weicht dieser Grünfläche L-förmig aus und bildet sowohl nach Norden als auch Süden straßenbegleitende Fassaden aus. Seine Rundungen antworten dabei auch auf die gekurvte Straßensituation. Das Gebäude lässt sich somit als Übergang lesen von der klassischen Bockrandbebauung hin zu einer offenen Bauweise. Die Grünfläche schafft dabei einen attraktiven Vorplatz zur Adressbildung des neuen Gebäudes. Die markante Fassadengestaltung mit horizontalen Loggien antwortet auf den Bauherrenwunsch, allen Büroarbeitsplätzen direkte Austritte nach außen mit bodentiefen und manuell zu öffnenden Fenstern zu ermöglichen. Zugleich lässt sich das Gebäude so natürlich belüften. Aus einem monolithischen Sockelgeschoss wächst eine feingliedrige Loggienstruktur, die ebenfalls in Sichtbeton ausgeführt wurde. Die dunkle anthrazitgraue Farbgebung der wärmegedämmten Außenwand verstärkt dabei die Leichtigkeit der vertikalen und horizontalen Sichtbetonelemente. Das auskragende Dach des Staffelgeschosses zeichnet die Balkonstruktur nach und verdeckt den Blick aus dem Straßenraum auf die eingehausten Technikflächen auf dem Dach.

Das mit einem hohen, doppelgeschossigen Luftraum gestaltete Foyer nimmt den zentralen Empfang mit einer monolithischen Empfangstheke auf. Angeschlossen sind ein Wartebereich sowie gegenüberliegend das Café, das von Mitarbeitern wie Besuchern genutzt werden kann. Das von UKW Innenarchitekten geplante Interieur des Foyers verbindet die Sichtbetonoptik mit Eichenholzlamellen in den Deckenbereichen und zylindrischen Glaskörpern von Konstantin Grcic.

www.format-architektur.de

Fotos:

Lukas Roth
www.lukas-roth.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 04|21)

Architekten:

Format Architektur
www.format-architektur.de

Fenster:

Wallburger
www.wallburger.de

Nothing found.

Architektur als aktiver Rahmen

Industriebestand wird modular und nachhaltig transformiert mit flexiblem Nutzungsmix

Naturnähe trifft moderne Eleganz

Klar strukturierte Wohngarten-Oase mit Pool und zeitgemäßer Nutzgartenzone

Transformation statt Neubeginn

Ein alter Speicher in Dortmund wird zum Standort eines Medienunternehmens

Von der Kirche zur Kunst

Kongenial umgesetzt: Ein besonderer Raum für eine besondere Sammlung

Nothing found.

Selbstbewusst verbindend

Zwei repräsentative Räume im Historischen Rathaus haben ihr Gesicht geschärft

Minimalistisch vereint

Ein Einfamilienhaus verbindet Tradition und Moderne

Dynamisch und filigran

Dynamisch und filigran

Die Deutschlandzentrale eines Gartenwerkzeugherstellers in Mülheim holt das Grün in die Halle

014_190926_HausD6_AretzDu-rr_Wohnhaus_Oberberg_Deutschland_15_700pixel

Ganz einfach nachhaltig

Stahl, Glas und Holz vereinen sich in einem transparenten Familienzuhause

Luftbild-_Bu-rgerdorf-am-Alsberg_-_15_700pixel

Endlich Alles vereint

Ein Ensemble aus bestehenden und neuen Bauten schafft Platz für alle Rathaus-Funktionsbereiche in Waldbröl

Nachhaltig am Hang

Nachhaltig am Hang

Ein Holzhaus in Bonn bietet drei Generationen ausreichend Raum mit viel Aus- und Durchblick

AntoniterQuartier_trint-kreuder_-C-Christian-Richters_4449-48_30x20cm_15_700pixel

Oase der Platzvielfalt

Das Antoniterquartier besticht durch die subtile Stadtreparatur inmitten zweier Einkaufsstraßen