Alt plus Neu = Re-Used

Verjüngungskur für ein 70er-Jahre-Haus

21-11-02_SR_572p_15_700pixel

Es ist erfreulich, dass sich das Bauen im Bestand immer mehr durchsetzt. Oft braucht es ja auch nur geringfügige Veränderungen, um ein Haus den heutigen ästhetischen und energetischen Anforderungen anzupassen. So hielten es Fabi Architekten aus Regensburg mit einem Einfamilienhaus in Straubing: So wie es dastand, ohne Eingriffe in die ursprüngliche Bausubstanz, verriet es bereits sein Alter: Das Haus stammt aus den 1970er-Jahren und bestand aus zwei leicht gegeneinander verschobenen Riegeln mit Pultdach. Es gelang den Architekten, durch Freilegen und Rückbauen eine klare Struktur herauszuarbeiten und so die Qualität des Gebäudes wieder sichtbar zu machen: „Das formulierte Ziel war es, durch Zurückbauen die architektonische Kraft des Baukörpers erkennbar zu machen und durch Weiterbauen, im Sinne von Aufbauen auf die Tradition des Bestandes, ein zeitgemäßes Wohnen zu erhalten“, erklären die Architekten ihre Vorgehensweise.

Die Fassade wurde zunächst von allem Ballast befreit – von Verkleidungselementen wie Faserzementplatten und dunklen Bretterverkleidungen der Balkone und anderer Außenflächen. Zudem wurden die dunklen Fensterrahmen entfernt. Als das Haus enthüllt dastand, trat erst seine eigentliche Qualität zutage, die einer Verjüngungskur gleichkam. Es musste nur eine neue Dämmung und ein neuer Putz aufgebracht werden. Man entschied sich für einen hellgrauen Besenstrichputz, wobei die neuen, weißen Fenster teilweise mit einem Faschenputz hervorgehoben wurden. Der durchgehende Balkon auf der Rückseite im Obergeschoss erhielt eine neue Brüstung – wesentlich feiner und filigraner als ihr Vorgänger.

Im Innern wurde ähnlich vorgegangen wie außen – zunächst wurde unnötiger Zierrat entfernt. Die Grundrisse konnten weitgehend beibehalten werden, jedoch wurden die Böden komplett erneuert. Bis auf wenige Individualräume, die einen Parkettboden bekamen, erhielten sämtliche andere Böden einen einheitlichen Belag aus Solnhofer Natursteinplatten. Dies hat zur Folge, dass die Räume größer wirken als zuvor, weil man nun eine gleichmäßige, durchgehende Fläche vorfindet. Der Garderobenraum wurde komplett entfernt, sodass der Eingangsbereich nun freier atmen und die Treppe ihre nahezu skulpturale Raumwirkung entfalten kann. Einige wenige Wände wurden leicht versetzt und im Keller ein Wellnessbereich mit Sauna geschaffen. Jetzt kann das neu-alte Haus sich absolut sehen lassen!

www.fabi-architekten.de

Fotos:

Herbert Stolz
www.herbert-stolz.de

(Erschienen in CUBE München 03|22)

Nothing found.

Solitär in bester Nachbarschaft

Ein Mehrfamilienhaus passt sich in ein international bedeutendes Bauensemble ein

Neues Zentrum für die Stadt

Hans-Scholl-Halle – neu gestaltetes Gemeinschaftszentrum der Studentenstadt Freimann

Camouflage

Ein scheinbarer Massivbau entpuppt sich als ökologisch durchdachtes Holzhaus

Housing First Düsseldorf

Obdachlose Menschen bekommen ohne Vorbedingungen ein neues Zuhause

Nothing found.

01-Ansicht-West-Eingang-3-Lieblingsfotos-dv-besonders-wichtig_15_700pixel

Architektonischer Gipfelsturm

Das ansteigende Gelände bedingt unterschiedliche Höhen des Mehrfamilienwohnhauses – mal drei‑, mal viergeschossig und verspringende Dächer.

02_AuerWeber_Lab48_DS_6708_-C-_Aldo_Amoretti_19_700pixel

Auftakt des Innovation-Hub

LAB 48 – das erste Gebäude der neuen Stadt am Münchner Flughafen

FCB_Erlebniswelt_1067-1077_2016_19_700pixel

Ein Platz für die Seele des Vereins

Ausgezeichnete Ausstellung zeigt die Geschichte des FC Bayern

_SRF5455_19_700pixel

Mehr Platz für die Kleinen

Die dringend erforderliche Erweiterung einer Kita im ländlichen Raum

Mit begrüntem Dach

Ein Flachdachanbau begeistert mit besonderen Extras

Sonniges Familienzimmer

Der Wohn-Essbereich einer Familie wird zum kommunikativen Zentrum

gartendesign_Landschaftsarchitektur_muenchen_burkersroda_IMG_5095_19_700pixel

Wie in den Hamptons

Eine urbane Gartenoase im Halbschatten besticht mit maritimen Elementen

Blauer Raum im Blauen Land

Blauer Raum im Blauen Land

Der Erweiterungsbau des Franz Marc Museums punktet mit außergewöhnlicher Architektur