Erich-Mendelsohn-Preis 2026: Jury steht fest

Fachgremium kürt die besten Bauten aus Backstein

Erich-Mendelsohn-Preis

Die Jury des Erich-Mendelsohn-Preises 2026 für Backstein-Architektur steht fest. Anfang Juli kommen in Berlin die insgesamt acht Mitglieder der Hauptjury sowie der Newcomer-Jury zusammen, um über die diesjährigen Auszeichnungen zu entscheiden. Der Erich-Mendelsohn-Preis für Backstein-Architektur ist in den 18 Jahren seines Bestehens im ständigen Wandel: Schwerpunkte verschieben sich, neue gesellschaftliche und ökologische Fragen prägen die Debatten und mit ihnen verändern sich die Maßstäbe, nach denen herausragende Backstein-Architektur bewertet wird. Dass jede Ausgabe von einer neu zusammengesetzten Jury begleitet wird, unterstreicht diesen Anspruch an einen lebendigen, sich stetig weiterentwickelnden Diskurs.

Für Max Wasserkampf, der den BDA als Kooperationspartner des Preises in der diesjährigen Jury vertritt, liegt der Reiz im Spannungsverhältnis zwischen Vergangenheit und Zukunft. Seine Erwartungen an die Einreichungen zum Erich-Mendelsohn-Preis 2026 für Backstein-Architektur: „Backstein fordert architektonisches Denken heraus: Wie können wir mit einem vermeintlich bekannten Material weiter experimentieren? Wie können wir Traditionen bewahren und zugleich Innovation ermöglichen?“

Neben Wasserkampf wurden vier weitere Architekturexpertinnen und -experten in die Jury berufen:

• Max Wasserkampf, Präsidiumsmitglied BDA
• Ulrich Brinkmann, Redaktion Bauwelt
• Josep Ricart, HARQUITECTES, Winner Grand Prix 2023
• Jórunn Ragnarsdóttir, Lederer Ragnarsdóttir Architekten
• Lena Unger, Meier Unger Architekten

Der Newcomer-Award zeichnet 2026 zum fünften Mal Projekte von Studierenden sowie Nachwuchsarchitektinnen und -architekten aus. Jeanette Kunsmann, die als Chefredakteurin der DETAIL in der Newcomer-Jury sitzt, sieht in den positiven Impulsen, die Architekturpreise für die nächste Generation setzen, deren größte Bedeutung. Auf die Einreichungen der jungen Generation freut sie sich besonders: „Gerade beim Newcomer-Award gibt es viele Einreichungen von Projekten, die nicht gebaut sind. Diese sollen nicht in der Schublade verschwinden, sondern gewürdigt werden. Und vielleicht schafft man es durch so einen Preis sogar, dass sich der Entwurf doch durchsetzt.“

Die dreiköpfige Newcomer-Jury bilden:

• Jeanette Kunsmann, Chefredakteurin DETAIL
• Jurek Brüggen, Winner Newcomer 2023
• Benedikt Hotze, Pressereferent BDA

Die unabhängigen Jurys entscheiden in einem zweistufigen und anonymisierten Auswahlverfahren: Nach einer Nominierung der besten Projekte aus allen Einsendungen werden in einem zweiten Durchgang die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs gewählt.

Der Erich-Mendelsohn-Preis für Backstein-Architektur wird in den folgenden Kategorien vergeben:

• Wohnungsbau/Geschosswohnungsbau
• Büro- und Gewerbebauten
• Öffentliche Bauten, Freizeit und Sport
• Einfamilienhaus/Doppelhaushälfte

Zusätzliche Auszeichnungen werden vergeben für:

• Sanierung/Nachhaltigkeit/Energieeffizienz
• Best in Germany

Die Preisverleihung findet im September in Berlin statt. Der erstmals 2008 ausgelobte Wettbewerb wird alle drei Jahre verliehen und zählt mittlerweile zu den größten Architekturpreisen. Seit 2011 wird der Wettbewerb von der Initiative Bauen mit Backstein gemeinsam mit dem Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA ausgelobt. Einreichungen zum Erich-Mendelsohn-Preis 2026 für Backstein-Architektur sind noch bis zum 30. April über das Online-Einreichungsportal möglich: erich-mendelsohn-preis.com/entry

erich-mendelsohn-preis.com

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