Das Märchen vom bösen Wohnungsvermieter

Es war einmal der endlose Vorwurf, dass der Wohnungsvermieter dem bösen Wolf im Märchen gleichkäme. Oder nicht doch der Fiskus, also der Steuervoigt? Sicherlich sind die Grundmieten in Ballungszentren bei Neuvermietungen – insbesondere im Neubaubereich – in den letzten Jahren und Jahrzehnten deutlich gestiegen. An der Spitze stehen Städte wie München mit einer durchschnittlichen Miete von über 20 Euro/mÇ bei heutigem Mietvertragsabschluss.
Auch im Bestand wurden die Mieterhöhungsmöglichkeiten gemäß der Paragraphen 558 BGB (ortsübliche
Vergleichsmiete) sowie 559 BGB (Modernisierungsmaßnahmen) in den angespannten Wohnungsmietmärkten der Ballungszentren oft bis zur Obergrenze ausgeschöpft. Doch selbst bei dieser Betrachtungsweise bleibt außen vor, dass Teile des Mietmarktes regional unterschiedlich noch immer an einem Überangebot an Wohnungen leiden. Auch dort gibt es Vermieter, die weiterhin in ihre Immobilien investieren um Mieter:innen zu gewinnen.
Ähnlich schief ist die Betrachtungsweise bei der Diskussion um die Indexmiete gemäß Paragraph 557 BGB, die bei Neuvermietung wieder in den Fokus gerückt ist. Selbstverständlich kann bei extremer Preissteigerung auch die Grundmiete über die Indexklausel im Mietvertrag sehr stark angepasst werden. Doch trifft den Vermieter die Preissteigerung nicht genauso, wie auch jeden anderen Teilnehmer unserer Marktwirtschaft? Gerechtigkeitsgesichtspunkte lassen nicht erkennen, warum ausgerechnet der Vermieter, insbesondere der private, einen Teil der Inflation auf seine Schultern nehmen soll – wenn gleichzeitig in den derzeitigen Tarifvertragsverhandlungen Lohnsteigerungen in zweistelliger Höhe verlangt werden. Großvermieter haben die eigenen Bauprojekte nicht deshalb gestoppt, weil sie plötzlich kein Interesse mehr daran hätten, ihr Portfolio „aufzuhübschen“ und zu vergrößern, sondern weil die gestiegenen Baukosten zu Mieten führen würden, die am Markt nicht mehr realisierbar wären.
Die Diskussion über zu hohe Grundmieten lenkt lediglich davon ab, dass sich der Staat auf den Weg gemacht hat, die Betriebskosten, die so genannte „zweite Miete“, einer weiteren Steigerung zuzuführen. Durch die viel kritisierte Ermittlung neuer Daten zu den bebauten – und insbesondere vermieteten Grundstücken und Immobilien – wird letztendlich eine Grundlage dafür geschaffen, dass die Grundsteuern steigen werden. Diese geschätzt um bis zu 20 Prozent erhöhte öffentliche Last des Grundstückes kann und wird gemäß Paragraph 2 Ziffer 1 Betriebskostenverordnung überwiegend auf die Mieter umgelegt. Wer ist also nun der böse Wolf in diesem Märchen?

zuhorn.de

Nothing found.

Im Dialog mit der Landschaft

Sensible und nachhaltige Aufstockung eines inklusiven Hotels

Nach allen Regeln der Kunst

Haus in Holzbauweise als Statement für verantwortungsvolles, nachhaltiges Bauen

Seriell, sozial, städtisch

Die Ginnheimer Platensiedlung zeigt, wie nachhaltige Verdichtung gelingt

Nothing found.

1r9b3954ret_15_700pixel

So gemütlich wie zu Hause

Im Hackbarth’s in Oberhausen seht der Spaß an gutem Essen im Vordergrund

91395_15_700pixel

Charmant wohnen mit Seeblick

Klare Strukturen sorgen für viel Lebensqualität in einer bevorzugten Wohnlage

Porzellan-Blumentopf-weiss-2-Manufaktur-Peng-Dortmund_15_700pixel

Jedes Stück ein Unikat

Gucci Buxbaum fertigt Kleinserien aus Porzellan

GSG_Dortmund__MG_7367_aha_6-2023_19_700pixel

Bunte Mischung

Die Architektur einer Gesamtschule in Dortmund weckt die Lust am Lernen

Zeitlos harmonisch

Eine Hautarztpraxis setzt auf reduzierte Materialien und Lichtakzente

Ein Tag Ferien im Park

Der Revierpark Mattlerbusch in Duisburg ist ein riesiger Garten für alle

32878_Essen_Flowers-Hotel_0257-Panorama_15_700pixel

Gelungene Premiere

Das Flowers Hotel in der Essener Innenstadt ist in vielerlei Hinsicht besonders

Jeden Zentimeter genutzt

Ein minimalistischer Neubau fügt sich optimal in ein kleines Baufeld ein