Entspanntes Refugium am See

Historische Bausubstanz trifft Quiet Luxury, anspruchsvolles Design und Südtiroler Lebensgefühl

Es gibt Hotels – und es gibt besondere Hotels: Die Pension Leuchtenburg am Kalterer See in Südtirol gehört zweifellos zu den Letzteren. Das chillige Refugium mit nur zwölf Zimmern und eigenem Seegrundstück am herrlich türkisen „Lago“, wie ihn die Einheimischen nennen, ist vor Kurzem völlig neu gestaltet worden – „Women made“ betont die junge Gastgeberin Kat. Sie hat das Haus von ihren Eltern übernommen – und während Corona das neue Konzept ausgetüftelt: So wurde daraus quasi eine „Pension 2.0“ – ein Refugium für Erwachsene, in dem quiet luxury den Ton angibt. Und besondere „Vibes“ immer noch spürbar sind: Die Ursprünge des Hauses reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Als eines der ältesten Gebäude am Kalterer See diente es ursprünglich als Wirtschaftsgebäude und war eng mit der oberhalb gelegenen Leuchtenburg verbunden – ein heute verschütteter Tunnel zeugt noch davon. Auch äußerlich wirkt sie mit ihren grauen Mauern und den rot-weißen Läden wie eine kleine Ritterburg – transformiert in eine luxuriöse „adults only“-Herberge.

Für die Umgestaltung holte sich Kat alias Katharina Sparer die Architektin Christina Biasi von Berg vom Bozener Studio Biquadra ins Boot, die sich auf den sensiblen Umgang mit denkmalgeschützter Bausubstanz spezialisiert hat. Statt radikaler Eingriffe stand die behutsame Weiterentwicklung des jahrhundertealten Gebäudes im Vordergrund. Tragende Strukturen, historische Elemente und räumliche Eigenheiten blieben weitgehend unangetastet. Während die bauliche Struktur eher robust und „maskulin“ wirkt, setzt das Innenraumkonzept gezielt auf Farbe als ausgleichendes Moment. Die Farbpalette leitet sich aus den historischen Möbeln, die überall im Haus verteilt sind, wie aus der Landschaft ab: Petroltöne spiegeln den See, warme Gelbnuancen die Sonnenseite des Hangs, an das sich das Haus schmiegt. Ein zentrales Gestaltungsmotiv sind regionale Materialien und traditionelle Handwerkstechniken. Südtiroler Holz, Porphyrstein und andere Naturmaterialien prägen das Haus. Ein Großteil der Möbel stammt von lokalen Tischlern, ergänzt durch sorgfältig ausgewählte Bestandsstücke – darunter bemalte Bauernmöbel, die als charaktervolle Relikte der Vergangenheit in das Gesamtbild integriert wurden.

Serviertes Frühstück vom neuen Chefkoch Luca genauso wie ein mehrgängiges Abendmenü gibt’s auf der sogenannten „Terrazza“ mit Seeblick – eine neu geschaffene Lounge mit bodentiefen Fenstern vor dem Hauptgebäude. Das Gemüse kommt von der Biobäuerin, das Fleisch aus Südtirol und der Wein aus organischem Anbau aus der Region. Gäste dürfen gerne extravagant gekleidet kommen, aber auch ganz leger. „Wie jemandem halt gerade is(s)t“ betont Kat. Nur ein paar Schritte sind es von hier zum Seegrundstück – wo eine großzügige Liegewiese mit Bootshaus, ein Tret- und Ruderboot sowie eine Panoramasauna darauf warten, von den Gästen ausgiebig genutzt zu werden. Auch in der Leuchtenburg gibt es einen stylischen Spa-Bereich – und natürlich keinen gewöhnlichen. Eine Sauna aus Nussholz aus dem Sarntal fügt sich in ein historisches Gewölbe im Souterrain ein. Dazu kommen ein Wohnzimmer mit Plattenspieler, eine gemütliche Lounge und natürlich eine gute Auswahl an Vino.

www.leuchtenburg.it

 

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