Aus eins mach drei

Ein Einfamilienhaus gruppiert sich im Ensemble um einen Innenhof mit Ausblick

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Das Grundstück im Bonner Süden war gut gewählt: Von der kleinen Straße in einer gewachsenen Einfamilienhaussiedlung aus ergab sich ein schöner Panoramaausblick auf den Stadtwald und die umliegende Natur. Das Ehepaar wünschte sich ein Haus mit integriertem Gästeapartment, das alle Funktionen auf einer Ebene und Flexibilität für alle zukünftigen Lebensphasen bietet. Die beauftragten Architekten Cornelia Sternberg und Wolfgang Bauer von architektur_raum aus Bonn entwickelten und realisierten ein 180 m² Wohnfläche umfassendes Ensemble, das besonders durch die sensible Fügung der Baukörper und seine Maßstäblichkeit überzeugt. So bleibt auch von der Straße aus die Aussicht auf die Naturkulisse bewahrt.

Zwei nahezu einheitliche, anderthalbgeschossige Satteldachbauten sind durch einen kürzeren und niedrigeren Flachbau miteinander verbunden. Während die Baukörper zur Straße die bestehende Bebauung aufgreifen, ergibt sich durch ihren Versatz gartenseitig ein dreikantiger Innenhof. Aus Gründen der Optik, der Nachhaltigkeit, des Raumklimas und der kurzen Bauzeit wurde die Konstruktion komplett in einem Holzrahmenbau ausgeführt – mit einer Schalung aus unbehandelter europäischer Lärche und reduziert ohne Dachüberstände mit integrierter Dachentwässerung. Die zu erwartende Vergrauung der Fassade wurde dabei bewusst als ein zur natürlichen Umgebung passender ästhetischer Effekt berücksichtigt. Alle Wohnräume liegen nach Süd-West, alle Nebenräume straßenseitig nach Norden. Die drei Baukörper zonieren zugleich einen öffentlichen Bereich mit der offenen Koch- und Esszone (erstes Haus), einem halböffentlichen Wohnbereich (Mittelteil) und dem privaten Bereich, der die Schlafräume und das Badezimmer aufnimmt (zweites Haus). Letzterer beherbergt auch das Gästeapartment, das einen separaten Eingang erhielt. Bereits beim Eintreten ergibt sich so vom skulptural eingeschnittenen Haupteingang ausgehend eine direkte Sichtbeziehung in den Garten. Der Raum öffnet sich hoch bis unter den Dachfirst, hell ausgeleuchtet über großzügige Glasfronten. Der gewünschten Stützenfreiheit konnte durch ein Zugband entsprochen werden, das filigran unter dem verschattenden Vordach eingespannt wurde. Beheizt wird das großzügige Haus mit einer Kombination aus Luft-Wärmepumpe und Fußbodenheizung. Ein weiterer ökologischer Baustein ist die Photovoltaikanlage mit integriertem Stromspeicher.

www.architekturraum-bonn.de

Fotos:

Wolfgang Bauer

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 02|21)

 

Architekten:

architektur_raum
www.architekturraum-bonn.de

Heizung:

Kugelmeier Meisterbetrieb
www.dkugelmeier.de 

Elektro:

Energie- und Elektrotechnik Stefan Hilger
www.elektrotechnik-hilger.de

Zimmerer:

Adams Holzbau – Fertigbau
www.adams-holzbau.de

Fenster:

Metallbau Udo Eichwald & Co.
www.metallbau-eichwald.de

Schreiner:

Schreinerei Rönnefarth
www.holzwuermer24.de

Fliesen:

Fliesen Strang
www.fliesen-strang.com

Parkett:

Pieczkowski
www.pieczkowski-gmbh.de

Fenster:

Schüco
www.schueco.com

Schalter, KNX, Homerserver:

Merten 
www.merten.de

Küche, Küchentechnik:

bulthaup
www.bulthaup.de

Armaturen:

Steinberg
www.steinberg-armaturen.de

Dornbracht
www.dornbracht.com

Sanitär:

Laufen
www.laufen.com

Burgbad
www.burgbad.de

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