Form + Farbe

Neugestaltung einer Praxisklinik, die mit Volumen und Farbe unterschiedliche Bereiche schafft

CA498-02_15_700pixel

Wenige Vorgaben vom Bauherrn, viel Freiheit für die Planer: Ein idealer Rahmen für die Planung einer Praxisklinik für Plastische und Ästhetische Chirurgie. 12:43 Architekten wussten ihn zu nutzen und entwickelten ein extravagantes Raumkonzept.

Die Praxisklinik zog in ehemalige Büroräumlichkeiten ein. Dazu unterteilten die Architekten die Fläche ganz klar in einen Trakt für die chirurgischen Eingriffe sowie einen Praxisbereich. Während im hinteren Teil der funktionale Aspekt im Vordergrund steht, wurde der vordere, repräsentative Bereich gezielt lebendig gestaltet. Ausgehend von Le Corbusiers Farbsystem „Polychromie Architecturale“ hat sich ein Farbkonzept aus strahlendem Gelbgrün, kräftigem Türkis und zarten Lachsfarben in Kontrast zu einem weichen Grau entwickelt. In Form von imaginären Tiefenkörpern hinterlassen gedachte Volumen – wie ausgeschnitzt – ihre farbigen Abdrücke auf den Wänden. Form und Farbe definieren in Kombination klare Zonen. Um den Mittelblock werden Raumzugänge optisch zu repräsentativen Portalen zusammengefasst. Im zentralen Kern entstehen auf diese Weise geschützte Nischen mit eigener Nutzung. Dort, wo die einzelnen Farbtöne direkt aufeinander treffen, beleben sich diese untereinander und bringen sich gegenseitig regelrecht zum Leuchten. Indirekte lineare Beleuchtung betont diese Bereiche zusätzlich und entwickelt aus jedem Farbton einen ganz eigenen Effekt. In den Behandlungszimmern und Büroräumen wird das Thema der Nischen anhand farbiger wandbündiger Einbauten fortgesetzt. Durchscheinende und hinterleuchtete Vorhangstoffe entlang der Fensterfronten verstärken die plastische Wirkung.

Dagegen sind die Sanitärräume konsequent im tiefen Schwarz gehalten, wobei maßgefertigte lachsfarbene Möbel im feinen Kontrast dazu stehen. Die großen runden Spiegel sind effektvoll hinterleuchtet. Eine unifarbene Bodenbeschichtung, überstreichbare und wandbündige Türblätter, farbig exakt abgestimmte Lichtschalter: Die Details nehmen sich zurück, um das Hauptaugenmerk auf den Grundgedanken zu lenken. In letzter Konsequenz wurde sogar auf klassische Sockelleisten verzichtet. Stattdessen sorgt an den Wänden eine transparente Beschichtung für den erforderlichen Schutz. Lediglich filigrane Grafiken in Schwarz setzen sich von den Wänden ab und bieten den Nutzern Orientierung.

www.zwoelfdreiundvierzig.de

Fotos:

Christina Kratzenberg
www.christina-kratzenberg.de

(Erschienen in CUBE Stuttgart 02|22)

Architekten:

12:43 Architekten
www.zwoelfdreiundvierzig.de

Lichtplanung:

Candela
www.candela.de

Nothing found.

Expressiv Stützenfrei

Ein Büroneubau in Marsdorf bietet Kita, Cafeteria und kollaboratives Arbeiten

Klar, präzise, dauerhaft

Ein Einfamilienhaus hält die Balance zwischen Massivität und Wärme

Klare Struktur in Rekordzeit

Eine Gesamtschule in Velbert nutzt die Hanglage und setzt auf Cluster

Nothing found.

Denzinger-Barbara-Middel-Daniel-Stauch_57A5534_15_700pixel

Großzügig in Szene gesetzt

Innenarchitektonisches Konzept setzt auf Offenheit und raffinierte Beleuchtung

WW_01-2021_412_15_700pixel

Multifunktional und flexibel

Werbeagentur ist wandelbar vom urbanen Workspace zum inspirierenden Eventspace

Ästhetisch und funktional

Feuerwehr und Bauhof profitieren von Synergieeffekten des gemeinsamen Standorts

RH2738-0040_15_700pixel

Zentraler Campus

Neubau eines Informationszentrums und Umbau einer alten Turnhalle zum Studierendenzentrum

Charakter bewahrt

Historische Villa wird sensibel an die Anforderungen einer Kindertagesstätte angepasst

mgf_kloster-kirchberg_02_19_700pixel

Flexible Nutzung im Denkmal

Mit minimalen Eingriffen wurde aus einer ehemaligen Scheune von 1824 ein lebendiges Tagungshaus

IMG_0059_b-Kopie_15_700pixel

Einfach überraschend

Polygonale Raumkörper erzeugen ein Wechselspiel aus geschlossenen und offenen Volumen

Baurmann-Duerr-WH-S-Durlach-Swen-Carlin-063-DIN-A3-8bit-srgb_15_700pixel

Aus klein wird fein

Umgebautes und erweitertes Wohnhaus aus den 1960er-Jahren am Hang spielt sein Potenzial aus