Hamburgs größtes Kino

Kombination aus Design, Service und modernster Technologie soll Filmfans begeistern

Das Westfield Hamburg Überseequartier besteht aus 14 Einzelgebäuden mit knapp 580 Wohnungen, Büroflächen für 4.000 Menschen, mehreren Erlebnisorten für Kultur und Entertainment, über 40 Restaurants und Cafés sowie rund 170 Geschäften. Palmenartige Glasdächer überspannen die Fußgängerareale. Drei Hotels und das Kreuzfahrtterminal eröffnen im Laufe des Jahres. Großzügige Freiflächen am Chicagokai öffnen das Quartier zur Elbe und sind Teil der öffentlichen Promenaden an den Wasserkanten. Bei den verschiedenen Entertainment-Komponenten dieses weitläufigen Komplexes ging das Düsseldorfer Büro von Chapman Taylor als Gewinner des Architekturwettbewerbs hervor und erhielt den Auftrag für das Premium-Multiplexkino mit zehn Sälen, einschließlich eines Dolby-Kinos mit insgesamt knapp 2.200 Sitzplätzen.

Das Kino zeichnet sich durch seine großzügige und individuelle Innenarchitektur aus, die mit zahlreichen Lounge-Bereichen die Kinogäste bereits vor der Filmvorführung zum Aufenthalt verführen möchte. Das architektonische Highlight ist die Deckenkonstruktion im offenen Atrium des Kinos – sie besticht durch ihre außergewöhnliche Raumdecke, die mit 8.700 Metallstäben wellenförmig abgehängt ist. Die Gestaltung erzeugt einen faszinierenden Effekt: Die in ihren Höhen gestaffelten Elemente sind bereits von der Food-Court-Ebene im 1. Stock zu sehen und versetzen die Gäste in Erstaunen, wenn diese über die breiten Rolltreppen in den 2. und 4. Stock fahren. Das spektakuläre Foyer empfängt die Kinobesucher:innen mit einer Reihe von individuellen Lounges, Popcorn- und Getränkeständen und unverwechselbaren Kinoeingangsportalen. Mit wellenförmigen Elementen, einer rauen Ästhetik und maritimen Materialsprache nimmt das Design der Innenraumgestaltung Bezug auf die nahe Hafenumgebung. Die Formensprache zielt auf Großzügigkeit und Klarheit. Die leichtfüßigen Treppenkon-struktionen und die Ausbildung von Nischen im Ticket- und Konzessionsbereich schaffen dynamische, einladende und offene Räume, die den Kinobesuch zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Drei Hauptmaterialien – Sichtbeton, Holz und Metall – erzeugen im Foyer eine homogene Raumatmosphäre, die durch ein komplexes Lichtkonzept ergänzt wird.

Funktionalität und Orientierung spielen eine wichtige Rolle, daher verfügt jeder Saaleingang über ein individuelles Portaldesign mit unterschiedlicher Beleuchtung und Materialbeschaffenheit, inspiriert von der Formen- und Farbenvielfalt der Unterwasserwelt. Die Portale der Kinosäle ragen diagonal in den Foyerbereich hinein, wodurch die Eingänge gut sichtbar sind und die Kundenorientierung verbessert wird. Jeder Kinosaal besticht durch ein einzigartiges Design, das durch ausgeklügelte, computergesteuerte Lichteffekte ergänzt wird, die vor Beginn des Hauptfilms für fesselnde Vorführungen sorgen. Besonders bequeme Kinosessel sowie Sofas, raffinierte technische Spielereien und höchste Standards für Bild- und Tonqualität runden das Angebot ab.

www.chapmantaylor.com

Fotos:
Chapman Taylor

(Erschienen in CUBE Hamburg 02|25)

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