Drei Schwestern

Die genossenschaftlichen Neubauten erinnern an champagnerfarbene Nadelstreifenanzüge

02_Drei-Schwestern_RHWZ_Wasmerstrasse_Haus-1-mit-Durchblick-auf-Haus-3_15_700pixel

Das Areal zwischen Bahntrasse und Außenmühlenteich im Stadtteil Wilstorf ist von einer heterogenen Wohnbebauung geprägt: Es umfasst schlichte Etagenhäuser der Gründerzeit, Einfamilienhäuser sowie eine Siedlung der 1960er-Jahre mit Geschosswohnungsbau und kleinem Supermarkt. Der Discounter an der Kreuzung Wasmerstraße/Reeseberg wurde zur Jahrtausendwende aufgegeben und schließlich abgerissen. Der neue Eigentümer dieses Eckgrundstückes, der Bauverein Reiherstieg eG, wünschte sich hier einen urbanen, flächen- und kostensparenden Wohnungsbau. Renner Hainke Wirth Zirn Architekten haben drei rautenförmige Gebäude entwickelt und passgenau zwischen die schönen Bestandsbäume gesetzt.

Der Baukörper zur Kreuzung hat fünf Geschosse, die beiden anderen je vier. Insgesamt entstanden 37 lichtdurchflutete Wohnungen (darunter 19 öffentlich geförderte) mit zwei bis vier Zimmern bei Wohnflächen von 45 bis 110 m². Zusätzlich wurde im Erdgeschoss des Hauses am Reeseberg eine Kita für 34 Kinder in zwei Gruppen untergebracht. Bei allen anderen Erdgeschossflächen ist den Wohnungen ein privater Freibereich vorgelagert. Alle Häuser werden über zentral gelegene Treppenhäuser erschlossen, das fünfgeschossige Haus verfügt zusätzlich über einen Aufzug. Die eingeschnittenen Hauseingänge sind mit einer Natursteinfassade verkleidet. Innen werden alle Bewohner:innen von raumhohen Spiegeln begrüßt. Zusammen mit der warmen Farbgebung des Treppenraums und den strukturierten Fliesenstreifen im Kellerabgang entstehen so großzügige, wertige Erschließungsräume. Die Fassaden der drei Neubauten vermitteln  durch ihre Materialität und Struktur zwischen den unterschiedlichen Nachbarschaften. Die umlaufend gefassten, bodentiefen Fenster, die geschützten Loggien zum öffentlichen Straßenraum und die vorgehängten Balkone in die Höfe hinein reagieren auf Himmelsrichtungen und Bestandsbauten. Das Fassadenmaterial besteht aus einem individuell gekanteten Aluminiumblech. Die vertikalen Streifen laufen über die gesamte Gebäudehöhe und werden alleine durch die Fenstereinfassungen und das Spiel der horizontal versetzten Geschossbänder unterbrochen. Die Blechfugen verspringen an den Fensteröffnungen und erzeugen so ein abwechslungsreiches, flächiges Gesamt-Fassadenbild. Kantung und Farbe der Fassadentafeln wecken Assoziationen zu einem champagnerfarbenen Nadelstreifenanzug. Die Gebäude wurden im KfW-Effizienzhaus 55 Standard errichtet und mit Gründach, Luft-Wärmepumpe, Fußbodenheizung und Drei-Scheiben-Wärmeschutzverglasung ausgestattet.

www.rhwzarchitekten.de

Fotos:

Stephanie Brinkkötter
www.brinkkoetter.com

(Erschienen in CUBE Hamburg 04|23)

Nothing found.

Von der Kirche zur Kunst

Kongenial umgesetzt: Ein besonderer Raum für eine besondere Sammlung

Ein kontemplativer Ort

Reduzierte Formen schenken einem Privatgarten Ruhe und korrespondieren mit der Architektur

Neu durchkomponiert, in Farbe

Ein Apartment als urbane Bühne für das tägliche Großstadtleben

Gipfelstürmer

Ein Splitlevel-Haus am Hang überzeugt durch ästhetische und durchdachte Ausführung

Nothing found.

1_D11_grasp-architecture-GmbH_-c-Jo-rg-Hempel_300dpi_15_700pixel

Weiß und skulptural

Dieses Wohnhaus ist ein Blickfang und fügt sich in die historische Bebauung im Grindelviertel ein

Abbildung-1-H_15_700pixel

Stadthäuser an der Alster

Historische Typologie modern interpretiert

Ein echter Barmbeker Jung

Ein echter Barmbeker Jung

Der Neubau interpretiert die Bautradition modern und repariert die städtebauliche Situation

RPKDEU1_167_210_700pixel

Eine Perle in zweiter Reihe

Glückliche Fügung für den Traum vom Familiendomizil

FSP_02_19_700pixel

Gute Nachbarschaft

Das neue Schulgebäude ist aus zwei parallel verschobenen Gebäudewinkeln komponiert, die sich ineinander verschränken und einen Lichthof bilden.

StudioHausen10606_15_700pixel

Einfach und funktional

Die nachhaltigen Wohnobjekte von Studio Hausen sind auf das Wesentliche reduziert

Einladende Atmosphäre

Die Gestaltung einer Praxis mit OP-Trakt vereint Funktionalität und Ästhetik