Nordisch klar

Ein Einfamilienhaus inszeniert die Ausblicke in die umgebende Natur

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Unweit der Hamburger Stadtgrenze hatte eine junge Familie ein parkähnliches Grundstück erworben. Prächtige, alte Bäume sowie viel Natur prägen das Areal und das umgebende Landschaftsschutzgebiet. Nachdem das Architekturbüro Deitlaff Schott für das Bestandsgebäude in Hinblick auf eine Sanierung eine Prüfung und Kostenschätzung vorgenommen hatte, war schnell klar, dass ein Neubau mit Einliegerwohnung günstiger sein würde und besser an die Bedürfnisse der Familie angepasst werden könnte.

Um die ortstypische Charakteristik des Geländes und der vorhandenen Baukörper aufzunehmen, wählte das Büro drei kleinere Baukörper mit identischer Materialität und Dachneigung. Als verbindendes Element spannt sich zwischen den drei Dächern ein flacher Kubus mit Flachdach auf. Dieser bildet mit der Küche das Zentrum des Hauses. Zentrale Entwurfsidee war die Verknüpfung von Haus und Natur. Der historisch gewachsene Baumbestand sollte durch fließende Übergänge von Innen- und Außenraum immer erlebbar sein. Zur angrenzenden Straße zeigt sich das Haus eher verschlossen, öffnet sich aber umso mehr zur Gartenseite. Schiebeelement mit sehr geringer Rahmenbreite bilden eine drei Meter hohe und zwölf Meter lange Glasfront, die den Ausblick ins Grüne im Wandel der Jahreszeiten inszeniert. Klare Kanten und pure Materialien unterstützen die reduzierte Gestaltung des Gebauten zugunsten der Fokussierung auf die opulente Natur. Die Architekt:innen wählten die gleiche Farbigkeit bei allen Außenbauteilen: Heller Verblendstein, schwarze Fensterprofile und Eindeckung. Bündige Stoßfugen und zurückliegende Lagerfugen im Verblendmauerwerk betonen die Horizontale. Auch in den Innenräumen setzt sich die minimalistische Designsprache mit wenigen Farben sowie ausgewählten Möbeln fort und lässt der Üppigkeit der Bäume den Vortritt.

Die Familie hatte bestimmte Vorstellungen von den Räumen ihres zukünftigen Zuhauses, die das Büro mit einem klar strukturierten Raumprogramm umsetzte. Im Erdgeschoss liegen die mehr öffentlichen oder gemeinschaftlichen Bereiche, hier wird auf fließender Raumabfolge gewohnt, gekocht und gegessen. Die privaten Räume umfassen die Kinderzimmer und ein Elternschlafzimmer mit Bad en Suite. Ein Bereich zum Arbeiten und einer für Gäste ergänzen das maßgeschneiderte Angebot.

www.deitlaff-schott.de

Fotos:

Alexander Bach
www.architekturfotografie-bach.de

Jonas von der Hude
www.vonderhude.de

Samuel Pahlke
www.samuelpahlke.com

(Erschienen in CUBE Hamburg 02|23)

Architektur:

Deitlaff Schott
www.deitlaff-schott.de

Rohbau:

Nehrmann Bauunternehmen
www.nehrmann-bauunternehmen.de

Dachdeckerei:

Jens Gottschalk
www.jensgottschalk.de

Zimmerei:

Wilhelm Tietjen
www.wilhelm-tietjen-holzbau.de

Außenanlagen:

Garden Art Norbert Heymann
www.gardenart-heymann.de

Malerarbeiten:

Malerei Peters
www.firma-peters.de

Tischlerei (Küche und Einbauten):

Möbelwerft
www.moebelwerft.de

Parkett:

Parkettstudio Nils Zimmermann
www.parkettstudio.de

Ziegel:

Olfry
www.olfry.de

Schalter:

Jung
www.jung.de

Fenster:

Pahlaß & Preuß Metallbau
www.pahlass-preuss.de

Schüco
www.schueco.com

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