Hell und puristisch

Neubau einer kieferorthopädischen Praxis mixt Bauhaus und Nordic Style

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Immer mehr Zahnärzte setzen darauf, dass sich ihre Patienten in den Praxisräumen wohlfühlen können und Ängste vor den medizinischen Eingriffen dank der angenehmen Atmosphäre in den Hintergrund treten. So auch Dr. Moritz Briegleb in Köln: Mit Umzug und Vergrößerung der kieferorthopädischen Praxis in dritter Generation wünschte er sich eine klare, äußerst konsequente Gestaltung der Praxisfläche. Realisiert wurde die Vorstellung des Bauherrn durch Göke Praxiskonzepte.

Die Linienführung der gesamten Praxiseinrichtung der KieferDocs ist clean, die Fläche ist durchgängig in Schwarz und Weiß in Verbindung mit hellen Holzkuben gestaltet und zeigt in ihrer strengen Geradlinigkeit einen Mix aus Bauhaus und Nordic Style. Zum Einsatz kommen dabei verschiedene stilistische Feinheiten – so findet sich z. B. die Kachel der weißen Hausfront, die speziell für das Riphahn-Gebäude an der Kölner Schildergasse gebrannt und in einem Reservelager gefunden wurde, in der Gestaltung der puristischen Empfangstheke wieder. Auf der großzügigen Fläche von ca. 300 m² wurden die Behandlungszimmer, Arbeits- und Aufenthaltsbereiche an die Außenseiten mit Fensterflächen verlagert. Von hier aus hat man einen freien Blick auf die Kölner Innenstadt. Der Innenbereich der Praxis birgt in freistehenden Kuben mit indirekter Beleuchtung Röntgenraum, Lager, Abdruck-, Zahnputz- und Kurzwartebereiche. Diese Vorwartebereiche in den Holzkuben laden zur Kommunikation der Patienten untereinander ein, Wartezeiten können so möglichst angenehm verbracht werden. Die Praxis erscheint durch ihre durchdachte Aufteilung äußerst klar und großzügig und ist mit ihren sechs Behandlungszimmern zukunftsorientiert aufgestellt. Als einzige farbige Elemente fallen die Stühle des Designklassikers Serie 7 von Fritz Hansen ins Auge, die u. a. in einem satten Orange frische Akzente setzen und bereits seit vielen Jahren im Familienbesitz sind. Sie begleiten Dr. Briegleb seit Jahrzehnten und dürfen jetzt ihren Dienst in den neuen Praxisräumen verrichten. Die Raumakustik spielt in Praxen grundsätzlich eine bedeutende Rolle: Hier wurden zur Minimierung des Schalls Akustikflächen in den Decken eingebaut und – wo es problemlos umsetzbar war – Stoffvorhänge als Türersatz eingesetzt. Die gesamte Planungs- und Realisationsphase dauerte ca. 1,5 Jahre.

www.goeke-praxiskonzepte.de

Fotos:

Joachim Grothus Fotografie
www.joachimgrothus.de

(Erschienen in CUBE Köln Bonn 03|22)

Architekten:

Göke Praxiskonzepte
www.goeke-praxiskonzepte.de

Elektro:

Terkatz Elektrotechnik
www.terkatz-elektrotechnik.de

Glaserei:

Glashaus Tobias
www.glashaus-tobias.de

Bodenleger:

Michael Ahlrichs
www.malermeister-ahlrichs.de

Trockenbau:

Bauunternehmung J. Brinkmann
www.bauunternehmung-brinkmann.de

Klima:

KKL
www.kkl.de

Tischlerei (Holzkuben):

Tischlerei Woodstar
www.tischlerei-woodstar.de

Praxismobiliar:

KS Innenausbau
www.ks-innenausbau.de

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