Quartier für Macher

Das M6 ist das erste fertige Gebäude der „Macherei“

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Der Münchner Osten ist „schwer im Kommen“: Zwar ist der Wald aus Krähnen noch nicht verschwunden, aber ein Ende ist absehbar. Inzwischen ist bereits vom Art District die Rede – zurecht, denn der Bauboom im bis zuletzt etwas vernachlässigten Ostteil der Stadt hat nicht zuletzt mit dem Werksviertel, auf dem auch der neue Konzertsaal entstehen soll, zu tun. Auch die Macherei einige Straßen weiter nähert sich der Vollendung: Ein Riesenareal im Karree Berg-am-Laim-Straße/Weihenstephaner Straße/Levelingstraße, fußend auf dem Masterplan von OS A (Ochs Schmidhuber Architekten) mit einer Größe von 26.400 m². Bei der Macherei handelt es sich jedoch weniger um Kultur als ums „Machen“, wie der Name schon sagt. Eines der ersten fertiggestellten Häuser, von insgesamt sechs (M1–M6) unterschiedlich gestalteten Einzelgebäuden, ist M6, der sogenannte Inkubator. Ein sechsgeschossiges Bürogebäude, das Coworking-Spaces auf einer Fläche von 15.000 m² beinhaltet. Das Erdgeschoss reicht über zwei Etagen. Im 1. Obergeschoss liegt inmitten der unterschiedlichen Arbeitswelten ein begrünter Innenhof mit Sitzecken und grünen Rabatten, wo die hier Eingemieteten bei schönem Wetter ihre Pausen verbringen können. Einige Stockwerke höher – im 6. Geschoss gelangt man zur obersten Dachterrasse mit einem Rundblick über ganz München – und dem obligatorischen Fernblick bis in die Berge. Die Arbeitsräume sind funktional, sehr geschmackvoll und hochwertig eingerichtet von Design Offices. Es gibt alle nur erdenklichen Arten von Arbeitsflächen: Abgeschlossene Boxen für Alleinarbeiter, größere offene Flächen, wo gemeinsames Arbeiten möglich ist, Zellen, in denen man in Ruhe telefonieren kann, Seminarräume und Konferenzräume. Zudem sind Teeküchen auf jeder Ebene vorhanden. Alle Etagen sind komplett angemietet. Künftig wird es auf dem Gelände auch Restaurants und Läden geben. Ein innen liegender, für die Allgemeinheit geöffneter Platz wird eine Klammer zwischen den sechs unterschiedlich gestalteten Solitären bilden. Jedes Gebäude wird an Klienten zur Miete überlassen. Die Entwickler des Gesamtprojektes sind die Accumulata Real Estate Group und die Art-Invest Real Estate Group. Das Gebäude M6 wurde vom Büro OS A entworfen. Die Fassaden sind an den Schauseiten – sprich zum Platz hin – im Retro-Industrie-Look mit echten gebrannten Ziegeln und großformatigen Metallsprossenfenstern gestaltet. Ein aufliegendes Doppelgeschoss mit beweglichen Lamellen aus Streckmetall bildet den optisch modernen Kontrast. Auch die gepflasterten Außenflächen sind mit verschiedenen geometrischen Figuren aus wechselnden Pflaster- und Klinkersteinen gestaltet. Die weniger repräsentativen Fassaden sind entweder verputzt oder als Rohbetonflächen belassen.

www.osa-muenchen.de

Fotos:

Dennis Driessen | Colt International
Design Offices

(Erschienen in CUBE München 03|21)

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