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Gemütliches Refugium

Ein altes Bauernhaus bietet nach dem Umbau viel Raum zum Wohnen, Arbeiten und Musizieren

Aus dem denkmalgeschützten Bauernhaus mit Scheune aus dem 16. Jahrhundert im alten Dorfkern von... mehr

Aus dem denkmalgeschützten Bauernhaus mit Scheune aus dem 16. Jahrhundert im alten Dorfkern von Maur wurde ein modernes Ensemble zum Wohnen und Arbeiten. Neben dem grossen Hausteil beherbergt es eine Einliegerwohnung mit zweieinhalb Zimmern, ein Gästezimmer, eine Doppelgarage und zwei Keller.  

Für den Zugang zur Einliegerwohnung im Erdgeschoss der Scheune wurde eine zugemauerte Türe wieder reaktiviert. Bedingt durch die leichte Hanglage und die Bausubstanz liegt der Eingang zum Bauernhaus einiges höher als derjenige zur Einliegerwohnung. Dadurch entsteht in der Einliegerwohnung eine Raumhöhe von 3.20 m, da der Boden des Obergeschosses in Scheune und Bauernhaus auf demselben Niveau liegt.

Die originalen Bauteile wurden erhalten, wo nötig ergänzt oder ersetzt. Auf der Ost- und Südseite sind als Wetterschicht neue Fichtenbretter mit einer grauen Lasur angebracht. Zur Westseite befindet sich im Obergeschoss die grosse wettergeschützte Loggia. Diese sowie die Fenster im Giebelbereich sind mit aussenliegenden Holzlamellen versehen, die sich optisch gut in die Westfassade integrieren. Der auf der Westseite angebaute Schopf dient heute als Werkstatt der Einliegerwohnung. Die Hauptwohnung und die Einliegerwohnung verfügen je über einen Sitzplatz im Erdgeschoss auf der Südseite anstossend an den kleinen, aber feinen Garten. Im Inneren des Bauernhauses wurde die alte Primärholzstruktur freigelegt und defekte Teile mit Altholz ersetzt. Die neuen Materialien wurden nach baubiologischen Kriterien und im Geiste der vorhandenen Bausubstanz gewählt: Massivholz für Parkett und Einbaumöbel, Feinsteinzeugplatten in Entrée, Küche und Bädern, Kalkabrieb naturfarben ohne Anstrich sowie Schwarzstahl für Portale, Geländer, Regale und Griffe. 

Der Wunsch der Bauherrschaft, einen grossen Raum mit viel Volumen zu bewohnen, der das Veranstalten von Hauskonzerten ermöglicht, aber auch in den normalen Alltag integrierbar ist, passte gut zur alten Scheune. Die originale Holztragstruktur prägt auch nach dem Umbau den offenen, hohen Raum der ehemaligen Scheune. Eine Galerie überdeckt die Küche und die Loggia. Der Musikbereich bildet eine Einheit mit dem Wohnen und geht über in den Koch-Essbereich. So ist der Weg vom Esstisch zum Flügel kurz. Die neuen Wände der Scheune, die Dachkonstruktion und die Decken sind komplett in dampfdurchlässiger Holzbauweise konstruiert, was ein angenehmes Raumklima ergibt. Auch optisch strahlen die Innenräume eine angenehme, warme Ruhe aus.

www.tschanderkeller.ch

Architekten: Tschander Keller Architekten www.tschanderkeller.ch Fotos: Bruno Mancia mehr

Architekten:

Tschander Keller Architekten
www.tschanderkeller.ch

Fotos:

Bruno Mancia